Kein Alleingang von Bundesland möglich
Fahr-Prüfung für Senioren ohne Chance

Bundesverkehrsminister Manfred Stolpe (SPD) hat Überlegungen zur bundesweiten Einführung von Eignungstests für ältere Führerscheininhaber "eine klare Absage" erteilt.

HB/dpa BERLIN/ HAMBURG. Für einen solchen "TÜV" gebe es überhaupt keine Veranlassung, sagte ein Sprecher Stolpes am Mittwoch in Berlin. Die Hamburger Schill-Fraktion hatte eine Überprüfung der Fahrtüchtigkeit für Senioren gefordert.

In der Unfallstatistik machten ältere Fahrteilnehmer eine "verschwindend geringe Zahl aus", sagte Stolpes Sprecher. Sie seien im Gegenteil "erfahren, risikobewusst und vorsichtig". Eine solche Regelung könne auch nicht von einem Bundesland im Alleingang durchgezogen werden. Auch die Hamburger CDU wies den Vorschlag des Schill-Bürgerschaftsabgeordneten Robin Schenk zurück, Fahrer ab 75 Jahren Alter regelmäßig auf ihre Verkehrstüchtigkeit zu überprüfen. Der ADAC bestätigte die umsichtige Fahrweise der Senioren. "Daher lehnen wir strikt jegliche Forderung nach einer Zusatzprüfung für ältere Menschen ab", sagte ADAC-Vorstandsmitglied Arno Reglitzky. "Die Senioren sind nicht unsere Sorgenkinder", ergänzte Pressesprecher Richard Schild in Berlin auf Anfrage.

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