Kein Anlass für Konsequenzen
Koch weist "Geldwäsche"-Vorwurf zurück

Der hessische Ministerpräsident sieht die Sache gelassen und setzt weiter auf das Vertrauen der CDU-Basis.

dpa FRANKFURT/MAIN. Der hessische Ministerpräsident Roland Koch (CDU) hat den Vorwurf zurückgewiesen, Spendengelder für die CDU-nahe Hessische Akademie für Politische Bildung seien dort "gewaschen" und für den Wahlkampf seiner Partei verwendet worden. Im Morgenmagazin "Start" des Hessischen Rundfunks sagte Koch am Montag, zu keinem Zeitpunkt sei über die Akademie Geld für die Partei gewaschen worden. "Von der Hessischen Akademie ist kein Geld für irgendwelche Wahlkämpfe oder sonstige Parteiaktivitäten geflossen", erklärte Koch nach Angaben des Senders.

Nach Ansicht des Ministerpräsidenten ist an den Vorwürfen, die am Wochenende im Zusammenhang mit der CDU-Spendenaffäre laut geworden waren, nichts Neues dran. "Dass 50 000 DM im Dezember des letzten Jahres gestückelt worden sind, um sie in ein Kassenbuch zu bringen und anschließend mit Belegen, die es nicht gab, versucht wurde, genau diese 50 000 DM wieder korrekt zurück abzuwickeln - also damit man nicht mehr merkt, was mit diesen 50 000 DM wirklich passiert war - dieser Sachverhalt ist mir im Februar bekannt geworden, und er hat zum Rücktritt des Generalsekretärs der hessischen CDU geführt", erklärte Koch im Hessischen Rundfunk.

Der hessische Ministerpräsident sieht keinen Anlass, auf Grund des wachsenden politischen Drucks Konsequenzen zu ziehen. Er sagte in "Start": "Ich glaube, dass die hessische CDU mir weiter vertraut. Ich glaube auch, dass ich weiter eine völlig uneingeschränkte Möglichkeit habe, diese Partei und diese Landesregierung zu führen. Und ich werde das in der Gelassenheit weiter machen, in der ich das in den vergangenen Monaten auch getan habe."

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