Kein Arbeitsplatzabbau bei den Klöckner-Werken erwartet
IG Metall: WCM wird nach Klöckner-Übernahme mitbestimmt sein

vwd DÜSSELDORF. Die WCM Beteiligungs- und Grundbesitz AG, Frankfurt, muss nach Ansicht der IG Metall nach der angestrebten Übernahme der Duisburger Klöckner-Werke AG auch Arbeitnehmervertreter in einen neu zu wählenden Aufsichtsrat aufnehmen. WCM unterliege künftig dem 76er Mitbestimmungsgesetz, erläuterte der Leiter des Gewerkschafts-Zweigbüros Düsseldorf, Klöckner-Aufsichtsrat Friedhelm Matic, am Freitag in Düsseldorf. Nach der Übernahme müsse daher ein neues 12-köpfiges Kontrollgremium gewählt werden. Bisher hat WCM lediglich drei Ratsmitglieder.

Die Zeiten des arbeitnehmerlosen Aufsichtsrates seien dann auch für WCM-Mehrheitsaktionär Ehlerding vorbei, betonte der stellvertretende AR-Vorsitzende der Klöckner-Werke, Jörg Barczynski. Dies werde für ihn und auch für den WCM-Vorstand wohl eine ganz neue Erfahrung werden. Nach den Worten von Matic wird die IG Metall am kommenden Mittwoch in Düsseldorf mit WCM-Vorstand Roland Flach über das Thema Mitbestimmung verhandeln. Er gehe nicht davon aus, dass alles problemlos verlaufe, sagte er. Bei den Klöckner-Werken gilt nach Angaben der Gewerkschafter die Montanmitbestimmung auch nach der Übernahme weiter, voraussichtlich bis zum Jahr 2005.



Kein Arbeitsplatzabbau bei den Klöckner-Werken erwartet

Barczynski erläuterte weiter, er erwarte auch unter dem neuen Mehrheitsgesellschafter keinen Arbeitsplatzabbau bei den Klöckner-Werken. WCM könne auf Grund der unterschiedlichen Tätigkeitsbereiche keine Synergien ausschöpfen, betonte er. Gegen einen möglichen Verkauf von einzelnen Bereichen sei aus Arbeitsnehmersicht nichts einzuwenden. Einzelne Unternehmen der Klöckner-Gruppe könne man sich in strategischen Allianzen mit anderen Konzernen ebenso gut oder sogar besser vorstellen, sagte Barczynski. "Für uns ist nicht wichtig, welcher Name über dem Werkstor steht, sondern, dass dieses Tor sich jeden Morgen aufs Neue öffnet."

Dass der neue Großaktionär dies und auch die angestrebte Konzentration auf das Foliengeschäft unterstütze, sei gut, hob der stellvertretende Aufsichtsrats-vorsitzende hervor. Zugleich verwies er darauf, dass der AR dem Klöckner-Vorstand bisher immer den Rücken gestärkt habe. Warum der Vorstand aber so rasch seine Meinung bezüglich des WCM-Angebots geändert habe, könne er nicht sagen. "Dies war sehr überraschend." Dass Geld geflossen sei, glaube er aber nicht. Von Arbeitnehmerseite werde daher auch nicht die Ablösung des Vorstandes angestrebt.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%