Kein Beweis für irakische Beteiligung an Milzbrand-Terror
Irak bereitet Bürger auf Konfrontation mit den USA vor

Die irakische Staatspresse hat die Bürger des Landes aufgefordert, sich auf eine neue militärische Konfrontation mit den USA und Großbritannien vorzubereiten.

dpa KAIRO/BAGDAD. Washington habe dem Generalsekretär der Arabischen Liga, Amre Mussa, zwar versprochen, dass es keine Angriffe auf den Irak geben werde. Es sei jedoch zu erwarten, dass die Amerikaner sich nicht an dieses Versprechen halten würden, schrieb die Zeitung "Babil" am Montag. Das Blatt wird von Udai Hussein, dem ältesten Sohn von Staatschef Saddam Hussein, geleitet.

Der stellvertretende irakische Ministerpräsident Tarik Asis hatte die USA und Großbritannien schon zuvor gewarnt, den Krieg in Afghanistan auf Irak auszuweiten. "Wir wissen, dass sie einen solchen Angriff vorbereiten", sagte Asis der britischen Zeitung "The Sunday Telegraph". "Das wird ein sehr schwerer Fehler sein. "Denn die arabische Welt wird das nicht hinnehmen."

Bislang ist bei den Ermittlungen zu den Terroranschlägen vom 11. September und zu den Anthrax-Briefen in den USA kein Beweis für eine irakische Beteiligung aufgetaucht. Der mutmaßliche Flugzeug- Attentäter Mohammed Atta aus Hamburg soll sich allerdings nach Angaben der tschechischen Behörden im vergangenen Frühjahr mit einem irakischen Agenten in Prag getroffen haben. Dies wurde inzwischen von Bagdad dementiert.

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