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Kein Damen- und Herrenturnier am Rothenbaum

Die Idee eines zweiwöchigen kombinierten Damen- und Herren-Turniers am Hamburger Rothenbaum ist vom Tisch. „Es macht wirtschaftlich keinen Sinn, über 14 Tage mit einem großen Feld von 128 Profis zu spielen“, sagte Turnierdirektor Walter Knapper bei einem Pressegespräch.

dpa HAMBURG. Die Idee eines zweiwöchigen kombinierten Damen- und Herren-Turniers am Hamburger Rothenbaum ist vom Tisch. "Es macht wirtschaftlich keinen Sinn, über 14 Tage mit einem großen Feld von 128 Profis zu spielen", sagte Turnierdirektor Walter Knapper bei einem Pressegespräch.

Für solch einen langen Zeitraum sei es schwierig, Fernsehpartner zu finden. "Es gibt aber auch keinen internationalen Verbandsdruck mehr, so etwas auf die Beine zu stellen. Wir werden das Herren-Masters, für das wir eine dreijährige Planungssicherheit haben, gezielt aufwerten", sagte der Schwabe über das defizitäre Turnier.

Das Preisgeld wird beim Turnier vom 7. bis 15. Mai 2005 nur noch 1,85 Mill. Euro betragen. Bisher war die ATP-Veranstaltung mit 2,425 Mill. Euro dotiert. Mit dem Abschluss eines Dreijahresvertrags mit dem Energiekonzern Eon Hanse, der das Turnier mit einer Million Euro unterstützt, haben die Organisatoren Planungssicherheit gewonnen. Mit weiteren Firmen aus der Region sei man im Gespräch, einen Hauptsponsor hat das Turnier bisher nicht. Mit dem Verkauf des Damen-Turniers in Berlin nach Katar will der DTB zudem finanzielle Löcher in Hamburg stopfen. Das Minus in diesem Jahr betrug 600 000 Euro.

Unter dem Slogan "Rothenbaum - Ich will Dich" will der Deutsche Tennis-Bund (DTB) die Standortdiskussion in der Stadt ankurbeln. "Wir sind offen, was den Veranstaltungsort angeht. Einerseits hängen wir an der Traditionsstätte Rothenbaum, andererseits könnte es wirtschaftlich besser sein, den Ort zu wechseln", meinte Knapper. Bis 2007 wird man zunächst an der Hallerstraße bleiben. Die Platzenge in der Innenstadt und die ausschließliche Nutzung für eine Woche Tennis im Jahr machten die Wirtschaftlichkeit am Rothenbaum aber unmöglich. "So wie jetzt ist die Anlage nicht zu halten."

Er sieht die Stadt Hamburg in der Pflicht, ein Konzept über ein mögliches neues Sport-Leistungszentrum am Volkspark zu erstellen. Hamburgs Bürgermeister Ole von Beust hatte den Vorschlag gemacht, mit dem Turnier nach Bahrenfeld in die Nachbarschaft von AOL - und Colorline-Arena zu ziehen. "Wichtig ist, in Zukunft auf einer modernen Anlage zu spielen, wo auch immer", sagte Robert Lübenoff, Berater von Boris Becker.

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