Kein dauerhaftes Wachstum der Kundenzahl
Vodafone trotz Problemen "strong buy"

dpa-afx LONDON. Die Deutsche Bank hat trotz ihrer negativen kurzfristigen Einschätzung die langfristige "strong buy"-Empfehlung für Vodafone-Aktien bestätigt. Auf Basis der geschätzten Gewinne für das Jahr 2002 errechneten die Experten einen "fairen Preis" von 296 Pence.

Die Bankexperten sehen beim englischen Mobilfunkriesen vor allem Probleme bei der deutschen Mobilfunksparte (D2), heißt es in der am Dienstag veröffentlichten Studie. Außerdem könnte Vodafone über das US-Joint-Venture Verizon Wireless mit Verizon Communication vom konjunkturellen Abschwung in den USA betroffen sein.

Von dieser Seite erwarten die Analysten der Deutschen Bank jedoch wesentlich geringere kursbelastende Effekte als von den niedrigen Umsätzen pro Kunde - vor allem in Deutschland. Für diese Woche rechnen die Marktteilnehmer mit den Angaben für das zweite Halbjahr des Geschäftsjahres 2001 (30. März 2001). Diese könnten nach Angaben der Deutsche Bank weitere Handelshäuser dazu bewegen, ihre Vodafone-Prognosen zu reduzieren, wie es das deutsche Bankhaus Anfang des Monats bereits gemacht hatte.

Bei den neuen Zahlen über die durchschnittlichen Umsätzen rechnet die Deutsche Bank wegen der hohen Subventionen für Handys und der langen Vertragslaufzeit von Festkundentarifen in Deutschland mit einem weiteren Anstieg der inaktiven Kunden auf 10 bis 12 %. Viele Kunden hätten dies dazu genutzt, um über ebenfalls stark subventionierte Pre-Paid-Angebote billig an ein neues Mobilfunkgerät zu kommen. Dadurch sei das Wachstum bei der Kundenzahl nicht dauerhaft.

Im ersten Halbjahr 2001 (30. September 2000) hatte Vodafone nach eigenen Angaben einen Umsatz von 40,6 ? je Kunde. Dies sei nach der Einschätzung der Deutschen Bank allerdings geschönt. Das Institut geht seinerseits von einem Pro-Kunden-Umsatz von 36,9 ? aus. Am 29. Juni laufe zudem für rund 3,6 Milliarden Vodafone-Aktien das Verkaufsverbot (Lock-up-period) aus. Der Kurs des Vodafone-Papiers könnte durch den dadurch zusätzlich entstehenden Aktienüberhangs weiter zunehmen.

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