Kein Direktvertrieb von Chrysler/Jeep-Fahrzeugen
Oberlandesgericht Köln bremst Daimler-Chrysler

ap KÖLN. Das Oberlandesgericht Köln hat die Pläne des Daimler-Chrysler-Konzerns gebremst, den Vertrieb der Marken Mercedes-Benz und Chrysler zu straffen. In einem bereits rechtskräftigen Urteil untersagten die Richter dem Automobilkonzern am Freitag, über DaimlerChrysler-Tochtergesellschaften neue Fahrzeuge der Marken Chrysler oder Jeep zu vertreiben. Gleiches gelte für Ersatzteile. Ein solcher Vertrieb verstoße gegen die vertraglichen Rechte der derzeitigen Chrysler-Händler, die dadurch Wettbewerbsnachteile zu befürchten hätten, urteilten die Richter.

Im Rahmen einer Straffung der Vertriebsorganistation hatte Daimler-Chrysler nach Angaben des Oberlandesgerichtes beabsichtigt, Chrysler/Jeep-Fahrzeuge künftig auch über konzerneigene Gesellschaften zu verkaufen. Die neuen Geschäfte sollten vor allem an den Standorten der Mercedes-Benz-Niederlassungen eingerichtet und diesen Niederlassungen angegliedert werden. Die Richter entschieden jedoch, dies sei ohne Kündigung der bisherigen Vertragshändlerverträge nicht zulässig. Denn die Chrysler Deutschland GmbH habe vor der Fusion von Daimler-Benz und Chrysler den eigenen Vertragshändlern zugesagt, dass der Vertrieb von Chrysler-Erzeugnissen grundsätzlich nur über selbstständige Chrysler-Vertragshändler erfolgen solle.

Vier Chrysler-Vertragshändler aus Nordrhein-Westfalen hatten gegen den beabsichtigten Fahrzeugverkauf durch eine Daimler-Chrysler-Tochtergesellschaft in Wuppertal geklagt. Aus rechtlichen Gründen beziehe sich das Urteil auch nur auf diesen Fall, erklärte ein Justizsprecher.



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