Kein Druckmittel im aktuellen Konflikt
USA kürzen Lebensmittelhilfe für Nordkorea

Ungeachtet des Konflikts um das nordkoreanische Atomprogramm wollen die USA ihre Nahrungsmittelhilfe für die hungernden Nordkoreaner wieder aufnehmen allerdings in deutlich geringerem Umfang als in den Vorjahren.

rtr/dpa SEOUL. Die USA wollen ihre Lebensmittelhilfe für Nordkorea in diesem Jahr auf 100.000 Tonnen von noch 157.000 Tonnen im Vorjahr kürzen. "Wir werden mit 40 000 Tonnen Nahrungsmittel beginnen", kündigte US-Außenminister Colin Powell heute bei einem Besuch in Seoul an. Weitere 60 000 Tonnen seien geplant, falls die Verteilung der Hilfsgüter überwacht werden könne. "Wir werden mit der internationalen Spendergemeinschaft zusammenarbeiten, um sicher zu gehen, dass die bedürftigen Menschen die für sie bestimmten Lebensmittel erhalten", sagte Powell nach Gesprächen mit dem neuen südkoreanischen Präsidenten Roh Moo Hyun.

Powell versicherte, dass die USA ihre Lebensmittelhilfen nicht als politisches Druckmittel im Atomstreit mit dem kommunistischen Land einsetzen wollten.

Die USA waren über das Welternährungsprogramm der Uno seit Mitte der 90er Jahre das größte Geberland für das von einer chronischen Nahrungsmittelknappheit geplagte Nordkorea. Die Lebensmittellieferungen der USA wurden angesichts der zunehmenden Spannungen wegen des Atomstreits mit Nordkorea im Dezember ausgesetzt.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%