Kein Einigung über Entschädigungshöhe
Treffen von Concorde-Opfer-Angehörigen und Air-France-Versicherern

afp PARIS. In Paris haben am Freitag Anwälte von Air-France-Versicherern und Angehörigen der deutschen Concorde-Absturzopfer über die Höhe der Entschädigungen beraten. Dabei wurde keine Einigung erzielt, beide Parteien vertagten sich nach Angaben eines Teilnehmers auf den 3. November. Über den Verlauf des Treffens wurde zunächst nichts bekannt. Die Familien von 45 der 97 deutschen Opfer hatten Air France bis Freitag Zeit gegeben, eine Entschädigungssumme zu nennen. Gestritten wird zunächst darüber, ob deutsches, französisches oder US-Recht ausschlaggebend sein soll. Die Unglücksmaschine war von Paris in Richtung New York gestartet.

Nach Angaben eines der beiden deutschen Anwälte, die mit Air France verhandeln, hat das französische Unternehmen einzelne deutsche Familien angesprochen und ihnen Angebote gemacht. Sie lägen bei rund 200 000 DM pro Todesopfer, sagte Anwalt Elmar Giemulla. Dies gehe "ins Lächerliche bis Unverschämte". Bisher wurde von Air France nur die Soforthilfe in Höhe von 42 000 DM je Opfer gezahlt. Bei dem Absturz des Überschallflugzeuges unmittelbar nach dem Start waren am 25. Juli in Paris 113 Menschen ums Leben gekommen, unter ihnen 97 Deutsche.

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