Kein Einstieg bei TXU Europe
RWE strebt vorerst keine Stadtwerk-Beteiligungen an

Der Energiekonzern RWE strebt weitere Vertriebspartnerschaften mit Stadtwerken an, will diese Kooperationen aber nicht mehr notwendigerweise mit einer finanziellen Beteiligung untermauern.

Reuters DUISBURG. "Die Vertriebspartnerschaften haben absolute Priorität", sagte der Vorstandschef der Vertriebsgesellschaft RWE plus, Heinz-Werner Ufer, am Donnerstag in Duisburg. Sollten die neuen Partner aber finanzielle Hilfe benötigen, sei man bereit, "eine Lösung zu finden", deutete er die grundsätzliche Bereitschaft von Kapitalbeteiligungen an.

Anfang des Jahres hatte Ufer noch erklärt, interessante Beteiligungen an Stadtwerken scheiterten vor allem an deren überhöhten Preisvorstellungen sowie am Kartellamt. Die Bonner Behörde will die Wettbewerbsmacht der Großen im Energiegeschäft eingrenzen und hatte RWE zuletzt im Sommer beim Einstieg in den Kölner Regionalversorger GEW Rheinenergie nur eine Beteiligung von 20 Prozent gestattet. RWE hatte 25 Prozent haben wollen. Derzeit ist Deutschlands größter Versorger an über 100 der rund 900 Stadtwerke beteiligt. RWE verfolgt, wie auch sein größter Konkurrent Eon AG eine vertikale Strategie, bei der von der Stromerzeugung über die Leitungsnetze bis zum Endverbraucher alle Dienstleistungsstufen unter einem Dach vereint sind.

Einen RWE-Einstieg bei den zum Verkauf stehenden Stadtwerke-Beteiligungen der TXU Europe, Kiel und Braunschweig, schloss Ufer aus: "Daran haben wir kein Interesse." Da es mit den Stadtwerken Kiel und Braunschweig keine Vertriebskooperation gebe, wäre die Beteiligung eine reine Finanzbeteiligung und so etwas wolle man nicht. Die Tochter des angeschlagenen texanischen Konzerns TXU hatte überraschend bekannt geben, sich nach dem Großteil seiner britischen Aktivitäten nun auch von den deutschen trennen zu wollen.

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