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Kein Ende der Benzinblockaden in Frankreich in Sicht

In Frankreich war auch am Donnerstagmorgen kein Ende der Benzinblockaden in Sicht. Mit tausenden Fahrzeugen versperrten die Transportunternehmer den vierten Tag in Folge die Zufahrten zu Raffinerien und Treibstoffdepots.

ap PARIS. Die Protestwelle gegen hohe Spritpreise erfasst immer mehr Berufsgruppen: Die Taxifahrer riefen für den Vormittag zu Aktionen in Paris und anderen großen Städten auf, Vertreter der Bauernverbände wollten ihre Forderung nach finanziellen Ausgleich im Landwirtschaftsministerium vorbringen.

Derweil beschlossen die Grünen am Mittwochabend, die Linksregierung von Premierminister Lionel Jospin trotz der milliardenschweren Zusagen an die Spediteure nicht zu verlassen. Nach einem Treffen der Parteispitze erklärte Grünen-Sprecher Stephane Pocrain, diese Frage stelle sich derzeit nicht. "Wir wollen die soziale Krise nicht um eine politische Krise erweitern." Umweltministerin Dominique Voynet und Staatssekretär Guy Hascoet wollen aber so bald wie möglich mit Jospin über das Angebot reden, mit der der kommunistische Verkehrsminister Jean-Claude Gayssot die Blockaden der Transportunternehmer beenden wollte.

Jospin zeigte sich am Mittwochabend hart, nachdem zwei der drei Branchenverbände das Angebot der Regierung abgelehnt hatten. Er betonte, es werde keine weiteren Verhandlungen und keine Nachbesserungen geben. Der Präsident des Spediteurverbands FNTR, Rene Petit, zeigte sich am Donnerstagmorgen im Radio "France Info" dennoch dialogbereit.

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