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Kein Endspurt

Für einen Endspurt reichte es am Dienstag an New Yorks Aktienmärkten nicht. Der Nasdaq Index gab in der zweiten Handelshälfte einen Großteil der Gewinne des morgendlichen Sprints wieder ab. Dennoch schloss der Index mit knapp über 2000 Punkten nach sieben Handelstagen erstmals wieder im Plus. Der Dow Jones Index baute dagegen seine Verluste bis Handelsende aus.

Für das morgendliche Strohfeuer hatten gute Zahlen und optimistische Prognosen bei Oracle gesorgt. Die Talsohle schlechter Quartalsergebnisse dürfte durchschritten sein. So lautete die beflügelnde Hoffnung der Anleger. Die Nachrichten des zweitgrößten Softwareherstellers der USA nährten sogar zeitweise die Zuversicht, dass die US-Konjunktur auf dem Weg der Besserung sei.

Oracles Unternehmensleitung hatte nicht nur besser Zahlen melden können als erwartet. Das Management hält auch an den Prognosen für das laufende Quartal von acht Cents Gewinn pro Aktie fest. Anleger nahmen die Gelegenheit wahr und deckten sich nicht nur mit Software-Aktie ein. Die Aktien von Siebel Systems erhielt Rückwind von positiven Kommentaren des Investmenthauses Salomon Smith Barney. Die Experten stuften die Aktie herauf.

Auch Citrix griff ein Brokerhaus zusätzlich unter die Arme. Credit Suisse First Boston stufte das Papier des Softwareherstellers von "halten" auf "kaufen". Zwar korrigierten die Experten die Gewinnschätzungen für 2001 wegen der Übernahme des Unternehmens Sequoia leicht von 77 Cents auf 73 Cents pro Aktie nach unten. Im Gegenzug werden aber die Ertragsprognosen für 2002 von 87 Cents auf 92 Cents pro Aktie angehoben. Zugleich wird für beide Jahre mit höheren Umsätzen gerechnet.

Zunächst von der guten Stimmung angesteckt legten auch die Papiere der gebeutelten Netzwerkbranche zu. Doch lange währte die Freude nicht. Während sich Corning bis Handelsschluss noch in der Gewinnzone behaupten konnte, fiel Lucent auf ein Allzeittief. Auch Nortel gab erneut an Wert ab.

Positiv behauptete sich dagegen der Finanzsektor. Gute Geschäftsergebnisse sowohl bei Goldman Sachs als auch bei Lehman Brothers sorgten auch bei den Aktien von Citigroup oder American Express für grüne Vorzeichen. Beide Brokerhäuser konnten die Analystenerwartungen für das vergangene Quartal erfüllen. Goldman Sachs traf die Prognosen mit einem Gewinn von 1,06 Dollar pro Aktie genau. Das Brokerhaus Lehman Brothers übertraf die Schätzungen mit einem Gewinn von 1,38 Dollar sogar um 28 Cents. Zwar liegen beide Zahlen unter denen des Vorjahresquartals, doch handelt es sich angesichts der miserablen IPO-Lage und dem flauen Aktienmarkt um recht zufriedenstellende Ergebnisse.

An einem Schwächeanfall litten dagegen Honeywell und Vertragspartner Boeing. Beide führten die Verliererliste der Dow Jones Werte an. Die ausstehende Entscheidung der EU-Regulierungsbehörden drückt die Aktien ins Minus. Die Energie- und Ölwerte waren ebenfalls im Laufe des Tages unter Abgabedruck geraten.

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