Kein Ermittlungsverfahren
Zwei Studenten in Niedersachsen unter Terror-Verdacht

Die Fahnder nach mutmaßlichen islamistischen Extremisten sind in Niedersachsen auf zwei verdächtige ausländische Studenten gestoßen. Die Telefonnummer eines Studenten arabischer Herkunft habe sich unter den vielen Nummern gefunden, die im Umfeld der Attentäter festgestellt worden seien, sagte am Montag der Sprecher des Landeskriminalamtes in Hannover, Frank Federau.

ap HANNOVER. Ein zweiter Student habe bei einer Flugschule zwei Stunden für spätere Flüge in Afghanistan absolviert. Nach den Terroranschlägen in den USA sei er nicht mehr in der Flugschule erschienen.

Der Sprecher des LKA betonte, dass es bei beiden Studenten keinerlei Tatverdacht oder Ermittlungsverfahren gebe. Auf Anordnung von Innenminister Heiner Bartling überprüften Ende September die niedersächsischen Ausländerämter alle Studenten aus 23 Ländern mit überwiegend muslimischer Bevölkerung. Dabei wurden nach Angaben des Ministers Datensätze erstellt mit Angaben über Dauer und Finanzierung des Studiums, über Straftaten, Auslandreisen oder auch verloren gemeldete Ausweispapiere.

Die Erhebung und die Übermittlung der Datensätze an das LKA kritisierte der Landesbeauftragte für den Datenschutz Burckhard Nedden am Wochenende als rechtswidrig. Innenminister Bartling wies diese Kritik am Montag auch mit Blick auf die ermittelten beiden auffälligen Studenten zurück.

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