Kein Fahrkartenverkauf in Hannover: Bahn-Warnstreik in Hamburg und Niedersachsen

Kein Fahrkartenverkauf in Hannover
Bahn-Warnstreik in Hamburg und Niedersachsen

Im Tarifkonflikt bei der Deutschen Bahn sind am Mittwochmorgen die Warnstreiks auf Hamburg und Niedersachsen ausgedehnt worden.

HB/dpa HAMBURG/HANNOVER. Einen Tag vor der möglicherweise entscheidenden Verhandlungsrunde in Berlin blieben in Hamburg IC-Züge in den Depots. Rund 500 Mitarbeiter hätten die Arbeit niedergelegt, sagte ein Sprecher der Gewerkschaft Transnet. 15 Intercity- und Eurocity-Züge sollten zunächst nicht für den Zugverkehr bereitgestellt werden. Betroffen seien unter anderem die Verbindungen nach Berlin, Stralsund und Köln. Ein Sprecher der Deutschen Bahn AG in Hamburg sprach von lediglich fünf Zügen, die bis zu einer Stunde Verspätung hätten. Betroffen seien Verbindungen über Berlin nach Krakau und Köln.

Um 5.30 Uhr legten Angestellte des Reisecenters im Hauptbahnhof Hannover ihre Arbeit nieder. Nach Gewerkschaftsangaben sind am Morgen etwa 80 Beschäftigte, darunter auch Angestellte im Nah- und Güterverkehr, in den Ausstand getreten. Für die Reisenden bedeute dies, dass sie bis etwa 8.30 Uhr keine Fahrkarten und Auskünfte im Reisecenter erhalten konnten. Zudem wurde der gesamte Service im Bahnhofsbereich für einige Stunden ausgesetzt.

Seit vergangenen Samstag gab es in mehreren Bundesländern Warnstreiks. Die Gewerkschaften Transnet und GDBA fordern fünf Prozent mehr Lohn und Gehalt für die 160 000 Bahnbeschäftigten sowie eine Angleichung der Ostgehälter an das Westniveau. Die Deutsche Bahn will zur nächsten Verhandlungsrunde ein erstes offizielles Angebot machen.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%