"Kein Gesetz hätte diese Tat verhindert"
Sportschützen gegen schärfere Waffengesetze

Ungeachtet der Bluttat von Erfurt hält der Deutsche Schützenbund (DSB) weitere Verschärfungen der Bestimmungen über den Waffenbesitz für überflüssig. Das am Freitag verabschiedete neue Waffengesetz sei ausreichend, sagte DSB-Präsident Josef Ambacher am Samstag der Deutschen Presse-Agentur (dpa).

dpa SUHL. "Mit keinem Gesetz können Sie kriminelle Energie bremsen und so eine Tat verhindern." Er sprach sich dagegen aus, das Mindestalter für den Waffenbesitz von gegenwärtig 18 Jahren zu erhöhen. "Mit 18 sind die Leute volljährig und dann sind sie für alles, was sie tun, verantwortlich."

Der 19-jährige Amokläufer war nach Polizeiangaben Mitglied im Schützenverein und hatte Waffenbesitzkarten für Pistolen und langläufige Waffen wie die gefundene Pumpgun.

Ambacher hält in seinem Verband die Hindernisse vor dem Kauf einer Schusswaffe für ausreichend. "Mitglied in einem Schützenverein können Sie nicht werden wie bei einer Partei", sagte er. Zunächst müsse sich das künftige Mitglied zwölf Monate lang bewähren. "Wir prüfen genau, ob derjenige nicht nur in den Verein eintreten will, um an eine Waffe zu kommen." Nach dem Probejahr bekommt der Kandidat eine Bestätigung, mit der er eine Waffenbesitzkarte beantragen kann. Diese berechtigt dann zum Kauf einer eigenen Waffe und der Munition.

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