Kein großer Schaden durch Streiks
Telekom trotz Streiks optimistisch für Tarifeinigung

Trotz der angelaufenen Warnstreiks ist die Deutsche Telekom AG, Bonn, zuversichtlich, im Tarifstreit zu einer Einigung zu kommen.

vwd DÜSSELDORF. Man sei daran interessiert, zu einer für beide Seiten vernünftigen Lösung zu kommen, sagte ein Unternehmenssprecher am Montag auf Anfrage weiter. Die Telekom werde auf Basis des bereits vorgelegten Angebots in der für Donnerstag festgesetzten nächsten Runde mit der Gewerkschaft Verdi weiter verhandeln. Diese Offerte hat Verdi bereits als "Mogelpackung" zurückgewiesen.

Telekom-Arbeitsdirektor Heinz Klinkhammer wies auf einer Kundgebung von Beschäftigten vor der Konzernzentrale in Bonn nach Angaben des Sprechers darauf hin, dass das Angebot mehr umfasse als nackte Zahlen, nämlich auch Forderungen nach Beschäfigungs- und Ausbildungssicherung entgegen komme. Die Telekom hat eine zweistufige Lohnerhöhung vorgeschlagen. Demnach sollen die Gehälter ab 1. Juli um 3,8 Prozent klettern, wobei ein Prozent auf Sonderzulagen entfällt. Ab 1. Mai 2003 ist eine weitere Steigerung von drei Prozent vorgesehen. Der Vertrag soll eine Laufzeit bis 30. April 2004 haben.

Außerdem bietet die Telekom an, die Ausbildungsquote im kommenden Jahr auf dem Niveau von 2002 zu halten, In diesem Jahr stellt der Konzern 4 000 Ausbildungsplätze. Im Gegenzug fordert das Unternehmen von den Beschäfigten mehr Bereitschaft zu Flexibilität und Mobilität. Die zu Wochenbeginn begonnenen Warnstreiks dürften der Telekom nicht sonderlich schaden, hieß es im Umfeld des Konzerns. Angesichts der relativ geringen Zahl der Streikenden blieben die Auswirkungen zunächst eher punktuell. Laut Verdi sollten am Montag rund 2 000 Beschäftige in 14 Städten die Arbeit für die Dauer von bis zu einer Schicht niederlegen.

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