Kein Interesse an chinesischer Literatur-Website
Bertelsmann dementiert Kaufabsichten

Der Medienkonzern Bertelsmann hat einen Zeitungsbericht über den Kauf der größten chinesischen Website für Literatur dementiert. "Bertelsmann hat nicht die Absicht, Rongshu.com zu übernehmen", sagte ein Bertelsmann-Sprecher am Donnerstag.

dpa SCHANGHAI/GÜTERSLOH. Der Gütersloher Konzern kooperiert bereits seit langem mit dem chinesischen Anbieter bei Buchtiteln und einem Literaturpreis.

Die Zeitung "Shanghai Daily" hatte unter Berufung auf einen Vertreter der chinesischen Firma berichtet, der Erwerb der Website Rongshu.com durch Bertelsmann werde innerhalb der kommenden zehn Tage abgeschlossen. Als Kaufpreis wurden eine Million Yuan, umgerechnet rund 120 500 $ genannt. Der Vorrat an Literatur bei Rongshu.com sei attraktiv für den Konzern, der die Werke in einem eigenen Verlag herausbringen wolle, zitiert die "Shanghai Daily" einen Vertreter von Bertelsmann.

"Für Bertelsmann ist China ein zukunftsträchtiger Markt", sagte der Sprecher. Auf der Basis von Joint Venture wolle der Gütersloher Konzern mit chinesischen Partnern TV-Serien und-Spielfilme für den heimischen Markt entwickeln. Beim Buchclub strebt das Medienunternehmen eine Expansion der bisher 1,5 Mill. Mitglieder in Schanghai an.

Bertelsmann-Chef Thomas Middelhoff hatte erst kürzlich bei einem Besuch in Schanghai die Gründung einer Druckerei gemeinsam mit chinesischen Partnern angekündigt. Die Anfangsinvestition für das Unternehmen, an dem Bertelsmann einen Anteil von 50 % halten will, liegen bei 29 Mill. $. Innerhalb von fünf Jahren soll das Joint Venture mit aufgestockten Investitionen zu einem der größten Druckhäuser Chinas ausgebaut werden.

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