Kein Interesse an einer Übernahme
UniCredito hat keine Pläne mit der Bank Austria

Reuters MAILAND/WIEN. Die italienische Bank UniCredito hat nach eigenen Angaben derzeit keine Pläne hinsichtlich einer Fusion mit der österreichischen Bank Austria. Der Vorstandsvorsitzende von Unicredito, Alessandro Profumo, wies am Dienstag noch einmal explizit Medienberichte der vergangenen Tage zurück, nach denen UniCredito in Konkurrenz zur HypoVereinsbank ein Angebot zur Übernahme der Bank Austria plant. HypoVereinsbank (HVB) und Bank Austria (BA) hatten zuvor mitgeteilt, die Bankenvorstände hätten das geplante Aktienaustauschverhältnis von eins zu eins nach Empfehlung der Wirtschaftsprüfer bestätigt.

In italienischen Bankenkreisen hatte es am Montag geheißen, UniCredito könnte an einer Übernahme der BA interessiert sein, falls die Fusion mit der HVB scheitern sollte. "So wie die Dinge stehen prüfen wir inzwischen keine genauen Initiativen in dieser Sache", sagte Profumo am Dienstag. Der Vorstandschef bestätigte außerdem Angaben eines UniCredito-Sprecher vom Montag, wonach die drittgrößte italienische Bank Gespräche mit der BA geführt und diese beendet habe, als die HVB ihr Übernahmeangebot im Juli vorlegte. Auch mit anderen Banken in Mitteleuropa habe es Gespräche gegeben.

Bei der geplanten Fusion von HVB und BA ist die Prüfphase (Due Diligence) inzwischen abgeschlossen. Wie die beiden Banken am Dienstagmorgen mitteilten, bestätigten die Wirtschaftsprüfer das angestrebte Austauschverhältnis der Aktien von eins zu eins, das eine Prämie für die BA-Aktionäre enthält. Bei der Due Diligence seien die Kredit- und Marktrisiken, das Beteiligungs- und Liegenschaftsvermögen sowie die Ertragslage geprüft worden. Die Vorstände der beiden Banken hätten das vereinbarte Umtauschverhältnis ebenfalls endgültig bestätigt.

Der geplante Zusammenschluss der HVB mit der größten österreichischen Bank wird derzeit von der österreichischen Übernahmekommission überprüft. Sie will klären, ob es sich bei dem als Fusion angekündigten Abkommen nicht doch um eine Übernahme der Bank Austria durch das bayerische Kreditinstitut handelt und die HVB nach österreichischem Gesetz den BA-Aktionären ein Barabfindungsangebot machen muss. Die HypoVereinsbank hatte angekündigt, in diesem Fall die Fusion abzusagen. Die BA-Aktionäre sollen über die Transaktion auf einer außerordentlichen Hauptversammlung am 27. September abstimmen.

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