Kein Kommentar der Bank
Commerzbank sucht Käufer für Jupiter

Die Commerzbank will nach Informationen aus Bankenkreisen ihre britische Fondsmanagementgesellschaft Jupiter International Group Plc verkaufen.

Reuters FRANKFURT. "Die Bank hat Commerzbank Securities und Goldman Sachs mit dem Verkauf von Jupiter beauftragt", hieß es am Montag aus den Kreisen. Der Commerzbank seien 600 Mill. Pfund für Jupiter angeboten worden.

Das Geschäftsjahr 2001 sei für Jupiter "nicht besonders gut" gewesen, hieß es aus den Kreisen weiter. Die Commerzbank hatte für den Fondsmanager insgesamt mehr als 670 Mill. Pfund bezahlt. 1995 hatte die Bank den Informationen aus den Kreisen zufolge zunächst 75 % der Jupiter-Anteile für 400 Mill. D-Mark (rund 205 Mill. Euro) gekauft. Fünf Jahre später habe die Bank für die restlichen 25 % der Anteile 500 Mill. Pfund (rund 815 Mill. Euro) bezahlen müssen.

Der Jupiter-Verkauf werde vermutlich bis Mitte des Jahres abgewickelt, hieß es. Ein Commerzbank-Sprecher gab keinen Kommentar ab.

Im Oktober 2001 hatte der damals für die Vermögensverwaltung zuständige Commerzbank-Vorstand Heinz Hockmann die Bank verlassen, nachdem der Geschäftsbereich deutliche Verluste geschrieben hatte. Hockmanns Nachfolger Klaus Patig hatte Reuters im November vergangenen Jahres gesagt, dass eine Überprüfung der Aktivitäten im Bereich Vermögensverwaltung anstehe.

Der Unternehmensbereich zu dem außerdem die deutsche Fondsgesellschaft Adig und das US-Unternehmen Montgomery gehören, hatte in den ersten neun Monaten des Jahres 2001 einen Verlust von 94 Mill. Euro erzielt. Die Commerzbank hat wiederholt dementiert, dass sie auch den Verkauf von Adig plane.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%