Kein Kommentar der Bank
West LB-Vorstände sollen Jets privat genutzt haben

ap MÜNCHEN/DÜSSELDORF. Vorstandsmitglieder der Westdeutschen Landesbank sollen schon seit 1989 Charterjets der Bank für private Ausflüge genutzt haben. Das Münchner Nachrichtenmagazin "Focus" berichtete unter Berufung auf die Düsseldorfer Steuerfahndung von 33 Flügen, bei denen Vorstände vorzugsweise an Wochenenden oder Feiertagen in Begleitung von Frau und Kindern unterwegs gewesen seien. Der haushaltspolitische Sprecher der nordrhein-westfälischen CDU-Landtagsfraktion, Michael Breuer, forderte am Sonntag einen Neuanfang bei der West LB.

Dem Bericht zufolge soll unter anderem Vorstandschef Friedel Neuber zusammen mit seiner Frau regelmäßig zur Festspielzeit nach Salzburg, aber auch nach Wien, Verona, London oder ins dänische Roskilde geflogen sein. Andere ehemalige oder aktive Vorstandsmitglieder seien mit Privatjets der Bank an die portugiesische Algarve sowie nach Paris, Rom oder Stockholm gereist. Die West LB wollte auf Anfrage des Magazins die Reisen nicht kommentieren und berief sich auf "Geschäftsgeheimnisse der Bank".

Breuer erklärte: "Es ist ein unhaltbarer Zustand, dass die West LB ständig Negativ-Schlagzeilen produziert." Die permanente Diskussion darüber schade nicht nur der Bank, sondern auch den Interessen Nordrhein-Westfalens. Die rot-grüne Landesregierung müsse die Vorwürfe aufklären und dafür sorgen, "dass die Bank endlich in Ruhe arbeiten kann", forderte der CDU-Politiker.

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