Kein Kommentar des Gesundheitsministeriums
Regierung plant neues Modell des Kassenfinanzausgleichs

Eine Woche bevor das Parlament ein Neuregelung des Finanzausgleichs zwischen den Krankenkassen beschließen will, plant die Regierung nach Angaben der Betriebskrankenkassen tief greifende Veränderungen.

ap BERLIN. Danach sollen die Kassen für gesunde Versicherte weniger Geld aus dem Finanztopf der gesetzlichen Krankenversicherung bekommen. Der Verband der Betriebskrankenkassen (BKK) befürchtet damit einen falschen Anreiz für die Kassen zu höheren Ausgaben. Das Gesundheitsministerium wollte sich dazu zunächst nicht äußern.

Als gesund würden diejenigen gelten, die nicht mehr als 300 (153,39 Euro) Mark an Medikamenten im Jahr benötigten und nicht im Krankenhaus behandelt wurden, erklärte der BKK-Verband weiter. Mit dem neuen Konzept würden Krankenversicherer durch zusätzliche Gelder aus dem gemeinsamen Finanzausgleich der Kassen für höhere Ausgaben belohnt.

Es gebe keinen Anreiz, statt einer Krankenhauseinweisung den Versicherten zu einer billigeren, ambulanten Operation zu raten, sagte eine Verbandssprecherin. Auch würden sich teurere Arzneimittelverordnungen für die Kassen lohnen, da sie bei mehr als 300 Mark Medikamentenkosten pro Patient im Jahr mehr Geld aus dem Finanzausgleich erhielten.

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