Kein Kommentar zu Dividendenkürzung
Erneute Gerüchte um Gewinnwarnung belasten Daimler-Aktie

Erneute Marktgerüchte um eine angeblich bevorstehende Gewinnwarnung der Daimler-Chrysler AG haben am Donnerstag den Aktienkurs des Stuttgarter Autoherstellers vorübergehend unter Druck gesetzt. Das Papier gab am Vormittag zeitweise gut 1 % nach, drehte zur Mittagszeit jedoch in etwa gleicher Höhe auf 47,30 ? ins Plus.

Reuters FRANKFURT. "Diese Gerüchte kommen alle zwei bis drei Tage wieder hoch", sagte ein Aktienhändler in Frankfurt. Er messe ihnen daher keine große Bedeutung bei. Offenbar ausgelöst wurden die Gerüchte, die bereits vor rund zwei Wochen kursierten und von Daimler-Chrysler zurückgewiesen wurden, durch die Nachricht, Daimler-Chrysler plane Anfang Februar eine Mitteilung zur Geschäftentwicklung.

Ein Daimler-Chrysler-Sprecher bestätigte, dass der Konzern am 6. Februar eine Mitteilung plane, nannte jedoch keine Details und lehnte jeden weiteren Kommentar ab. Analysten zufolge will sich der Konzern nur über Dividende und Gewinnentwicklung 2001, nicht aber über die voraussichtliche Entwicklung in diesem Jahr äußern. Daimler-Chrysler hat bereits mitgeteilt, dass im vergangenen Jahr mit voraussichtlich rund 1,2 Mrd. ? ein operatives Ergebnis am unteren Ende der Prognosen erzielt wurde. Zur Dividende gab es bisher keine Informationen. Gerüchte und Berichte, wonach Daimler-Chrysler die Ausschüttung an die Aktionäre kürzen könne, wurden nicht kommentiert.

Die Spekulationen an der Börse zielten wie zuvor bereits darauf ab, dass Daimler-Chrysler möglicherweise das eigene Ziel von 5,5 bis 6,5 Mrd. ? für das operative Ergebnis in diesem Jahr nicht erreichen könne und die Prognose revidieren werde. Auch halten sich Gerüchte, der Stuttgarter Autokonzern könnte in diesem Jahr entgegen der eigenen Planungen bei der US-Tochter Chrysler die Gewinnschwelle noch nicht erreichen. Daimler-Chrysler hat bisher aber immer bekräftigt, dass die "schwarze Null" bei der defizitären US-Tochter zwar ein ehrgeiziges Ziel sei, an dem aber festgehalten werde.

Auto-Analyst Georg Stürzer von der HypoVereinsbank äußerte sich über die erneut aufgeflammten Spekulationen um das diesjährige Daimler-Ergebnis eher zurückhaltend. "Das läuft schon seit Wochen immer wieder rum", sagte er. Bei einigen Marktteilnehmern bestehe offenbar die Befürchtung, Daimler-Chrysler könne die selbstgesteckte Marke nach unten korrigieren. Allerdings liege der Konsensus der Analysten-Vorhersagen für den operativen Gewinn 2002 derzeit bei etwa 4 Mrd. ?, so dass selbst eine reduzierte Konzern-Prognose wohl noch im Rahmen oder leicht über den bisherigen Erwartungen bliebe.

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