Kein Kommentar zu geforderter Privatisierung: Jagoda will nicht zurücktreten

Kein Kommentar zu geforderter Privatisierung
Jagoda will nicht zurücktreten

Der Präsident der Bundesanstalt für Arbeit, Bernhard Jagoda, lehnt einen Rücktritt ab. Jagoda sei weiterhin entschlossen, die Vorwürfe zu klären und nicht bei Sturm von Bord zu gehen, sagte ein Sprecher der Bundesanstalt am Montag in Nürnberg.

ap NÜRNBERG. Forderungen nach einer Privatisierung der Arbeitsvermittlung wollte die Behörde nicht kommentieren. Jagoda steht wegen der Affäre um geschönte Statistiken der Arbeitsämter unter Druck. Der Bundesrechnungshof hatte fünf repräsentative Arbeitsämter überprüft und festgestellt, dass 70 Prozent der verbuchten Vermittlungserfolge gar keine seien. Am Wochenende war bekannt geworden, dass Jagoda bereits seit 1998 von Mängeln der Statistik wusste, Verbesserungsvorschläge aber nur teilweise umgesetzt wurden.

Zu einem Bericht der "Bild"-Zeitung, wonach Jagoda Mitarbeiter angewiesen habe, die Vorwürfe zu entkräften, sagte der BA-Sprecher, die entsprechende Mitteilung des Bundesrechnungshofes sei von den Führungskräften ausführlich erörtert worden. Jagoda habe festgelegt, dass die beanstandeten Fälle geprüft würden; außerdem habe er angeordnet, die Statistiken in zehn weiteren Ämtern überprüfen zu lassen und dann Schlussfolgerungen zu ziehen. Die Ergebnisse der Überprüfung würden im Laufe der nächsten Woche vorliegen.

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