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Kein Land in Sicht

Die US-Börsen notieren weiter im Minus. Eine Besserung der allgemeinen Marktlage scheint nicht in Sicht. Vor allem der Dow Jones Index kämpft weiter mit starken Verlusten, nachdem der Nasdaq Index kurzfristig die Gewinnzone erreichen konnte. Regelmäßig müssen sogenannte Handelsbeschränkungen eingesetzt werden, um die Anleger vor noch stärkeren Kursverlusten zu schützen. Die Handelsbeschränkungen, auch "Curbs" genannt, verhindern, dass computergesteuerte Handelssysteme wie in 1987 zu einem großen Crash führen. Bei Einsatz der Curbs muss auf jeden Verkaufsauftrag ein Kaufauftrag folgen, bevor ein erneuter Verkaufsauftrag ausgeführt werden kann.

Als Grund für die starken Kursverluste an New Yorks Börsen werden die schlechten Nachrichten aus Japan und Europa gesehen. Vor allem der Finanzsektor gerät stark unter Druck. Gerüchten zufolge steht die Bank of Japan vor einer möglichen Pleite. Die US-Kreditratingagentur Fitch hat zudem 19 japanische Banken untersucht und zahlreiche Abstufungen vorgenommen. Aber nicht nur die japanischen Finanzinstitute stehen unter Beschuss, auch europäische Werte werden von Goldman Sachs kritisch beurteilt. Das Brokerhaus zeigte sich sehr besorgt über die Zukunft der europäischen Finanzwerte. An der Wall Street gehören J.P. Morgan und die Citygroup bereits zu den größten Verlierern.



Auch auf Unterstützung aus Europa brauchen die amerikanischen Unternehmen nicht zu hoffen. Laut Tim Mahon vom Brokerhaus Credit Suisse First Boston macht die Warnung von Europas großen Technologieunternehmen wie Siemens, Ericsson, Philips und Infineon deutlich, dass die Nachfrageflaute auch Europa erreicht hat. An den US-Börsen führten diese Nachrichten zu Kurseinbrüchen, da ein für amerikanische Unternehmen wichtiger Absatzmarkt ins Schwanken gerät.



Neben den Finanzwerten lassen United Technologies, Boeing und SBC Communications den Dow Jones Index stark in die Tiefe fallen. Nur der Mischkonzern 3M kann im Plus notieren. Im Nasdaq Index gehören Nextel Communications, Oracle sowie Cisco und Intel zu den größten Verlierern, während Worldcom und Dell leichte Gewinne verzeichnen können.



Mc Donald?s schockte die Anleger mit einer Ertragswarnung für das erste Quartal sowie das Fiskaljahr 2001. Das Ergebnis wird rund vier bis fünf Cents unter den bisherigen Erwartungen liegen. Neben dem festen US Dollar wirkt sich vor allem die BSE Krise in Europa belastend aus. Der Kurs rutschte zwei Prozent in den Keller.



Bei Lucent Technologies sorgen die Gerüchte um einen möglichen Verkauf der Glasfasersparte für Aufregung. Der angeschlagene Hersteller von Telekomtechnologie hat Spekulationen bestätigt, wonach die Glasfasersparte verkauft werden könnte. Seit der Nachricht notiert die Aktie mit zwei Prozent in der Verlustzone.

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