Kein Markt für Deutschland
Die Eurolotterie kommt

Spanien, Großbritannien und Frankreich schaffen eine gemeinsame Lotterie, aus der später einmal ein gesamteuropäisches Lotto hervorgehen soll. Die Lotteriegesellschaften der drei Länder kamen in Madrid überein, dass mit den wöchentlichen Ziehungen Anfang 2004 begonnen werden soll.

HB/dpa MADRID/MAGDEBURG. Das neue Glücksspiel trägt nach spanischen Presseberichten vom Dienstag den Namen "Euromillionen" und soll dem deutschen Lotto ähneln.

Der Deutsche Lotto- und Totoblock will sich daran vorerst nicht beteiligen, sagte der Geschäftsführer der derzeit im Block federführenden Gesellschaft Sachsen-Anhalts, Wolfgang Angenendt, am Dienstag der dpa. "Wir wussten davon, aber wir sehen bei uns keinen zusätzlichen Markt für eine solche Lotterie", sagte er. Zudem sähen die Aufsichtsbehörden neue Glücksspiele eher kritisch.

Anders als in den drei beteiligten Staaten gebe es in Deutschland mit Lotto seit 50 Jahren eine bewährte Struktur der staatlich konzessionierten Lotterie, mit der der Lotto- und Totoblock eindeutig Marktführer sei. "Lotto ist gesund und kränkelt nicht", sagte Angenendt. Allerdings ließ er dem Deutschen Block ein Hintertürchen: "Man soll nie "nie" sagen, wir werden die Entwicklung beobachten."

Ein Tippschein bei "Euromillionen" soll zwei Euro kosten. Der Hauptgewinn soll etwa 15 Millionen Euro betragen. Man erwarte, dass pro Woche etwa 40 Millionen Spieler ihre Tippzettel abgeben, sagte der Direktor der spanischen Lotteriegesellschaft, José Miguel Martínez. Mehrere Länder in allen Teilen Europas hätten bereits ihr Interesse bekundet, sich an der Lotterie zu beteiligen.

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