Kein Medaillengewinner
Erster WM-Teilnehmer mit positivem EPO-Test

Die Leichtathletik-Weltmeisterschaften in Edmonton haben ihren ersten Doping-Fall. Wie der Weltverband IAAF am Donnerstag (Ortszeit) mitteilte, ist eine bei der WM veranlasste Trainingskontrolle auf das Blutdopingmittel EPO positiv gewesen.

dpa EDMONTON. Den Namen des Doping-Sünders wollte die IAAF vor Öffnung des B-Tests und der Informierung des Athleten nicht nennen. "Es ist ein WM-Teilnehmer, aber kein Medaillengewinner", erklärte IAAF-Generalsekretär Istvan Gyulai. Aller Voraussicht nach werde der Namen des Ertappten erst nach Ende der WM bekannt werden.

Insgesamt wurden erstmals 50 Test auf Erythropoeitin (EPO) bei der WM vorgenommen. Davon hatten elf Blutproben Auffälligkeiten aufgezeigt, die die IAAF zur Durchführung von Urin-Analysen im Labor von Lausanne veranlasst haben.

Zu den auf EPO in Edmonton kontrollierten WM-Startern gehörte auch die Russin Olga Jegorowa, deren Kontrollergebnis laut Gyulai gezeigt habe, "dass sie keinen Vorteil" haben werde. Die 29-Jährige war vor Edmonton positiv auf EPO getestet und suspendiert worden. Die IAAF hatte diese Suspendierung im WM-Ort wegen eines Formfehlers bei der B-Probe wieder aufgehoben. Sie gehört zu den Teilnehmerinnen des 5000-m-Medaillenkampfes, der in der Nacht zum Freitag mit den Vorläufen begann.

Zuvor waren drei Doping-Fälle bekannt geworden, die auf positive Kontrollen vor der WM basieren. Die brasilianische 800-m-Läuferin Fabiane dos Santos wurde beim Grand-Prix-Meeting am 6. Mai mit Testosteron im Körper erwischt und wird als "Wiederholungstäterin" lebenslänglich gesperrt. Sie gehörte zu den Favoriten in Edmonton. Unangenehm für die WM-Gastgeber war der Fall der kanadischen Sprinterin Venolyn Clarke, die bei einer Trainingskontrolle am 31. Juli in Calgary auf das anabole Steroid Stanolozol getestet wurde. Zudem wurde die argentinische Hochspringerin Solange Witteveen für zwei Jahre gesperrt, weil bei einer Kontrolle am 19. Mai bei den südamerikanischen Meisterschaften in Manaos das Amphetamin Pemoline in ihrem Urin gefunden worden war.

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