Kein Misstrauensvotum
Stoiber erklärt seine Kanzlerkandidatur für beendet

CSU-Chef Edmund Stoiber hat seine Rolle als Kanzlerkandidat der Union auch für den Fall einer vorgezogenen Bundestagswahl für beendet erklärt. Dem Magazin "Stern" sagte der bayerische Ministerpräsident, einen Kanzlerkandidaten gebe es nur vor einer Bundestagswahl.

HB/dpa HAMBURG/MÜNCHEN. "Den nächsten brauchen wir für die Wahl 2006. Sollten wir vorher einen benötigen, werden wir das schnell lösen." Nach der der Bundestagswahl im vergangenen September hatten CSU und CDU verkündet, Stoiber bleibe der gemeinsame Kandidat der Union bis zum Ende der Legislaturperiode.

Stoiber schloss sowohl ein konstruktives Misstrauensvotum zum Sturz von Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) als auch eine große Koalition aus. "Wenn wir die Verantwortung übernehmen, dann nur mit einer sicheren Mehrheit für Reformen im Bundestag. Das geht nur mit Neuwahlen", sagte Stoiber.

Spekulationen über eine eigene Kandidatur als Bundespräsident wies der CSU-Vorsitzende als "Gespensterdebatte" zurück: "Das ist, als ob man mich als Tenor für die Oper verpflichten wollte."

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