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Kein Mumm, keine Tore: Magath hofft auf Makaay

Die Mannschaft ohne Mumm, der Torjäger in der Krise und der Kapitän in Sorge - beim FC Bayern München spielt in der italienischen Nacht der Champions League die Angst vor der Zukunft mit.

dpa MÜNCHEN. Die Mannschaft ohne Mumm, der Torjäger in der Krise und der Kapitän in Sorge - beim FC Bayern München spielt in der italienischen Nacht der Champions League die Angst vor der Zukunft mit.

Angesichts der prekären Lage in der Bundesliga will sich Felix Magath weitere Zitterpartien in der "Königsklasse" ersparen und nahm sein Starensemble für die Partie gegen Juventus Turin in die Pflicht. "Drei Punkte müssen her, damit wir in diesem Wettbewerb Ruhe haben und uns auf die Liga konzentrieren können", forderte der Bayern-Trainer, dessen Team mit einem Sieg im Duell der Rekordmeister den Einzug ins Achtelfinale fast schon sicher hätte.

Die Chance, mit einer erfolgreichen Revanche für das 0:1 in Turin vor zwei Wochen eine Vorentscheidung herbeizuführen, ist da, doch die "wenig berauschende Situation" in der Liga hat Oliver Kahn in Alarmstimmung versetzt. "Ich vermisse Leidenschaft, Begeisterung und Siegeswillen. Momentan sind wir vom Titelgewinn weit entfernt", mahnte der Kapitän. Ein Sieg gegen Turin ist für ihn ein Muss, "damit wir nicht noch mehr in große Bedrängnis kommen". Doch für Kahn geht es vor allem darum, die Konstanz zu finden, um in allen drei Wettbewerben oben mitzuspielen.

Juventus, das nach dem überzeugenden 3:0 gegen Verona die Serie A mit fünf Punkten vor Milan anführt, wird sich den 59 000 Zuschauern im ausverkauften Olympiastadion mit breiter Brust präsentieren. "Juve ist eine Klasse für sich", sagt Kahn respektvoll über die "alte Dame", "aber irgendwann ist auch so eine Mannschaft fällig. Ich hoffe, dass ist am Mittwoch der Fall. Aber wir müssen jede Millisekunde aufpassen und über 90 Minuten eine höhere Konzentration als der Gegner haben. Gegen so genannte Top-Mannschaften sind wir immer gut. Wir werden eine Top-Leistung abrufen."

Wer gegen "die vielleicht beste Abwehr im bezahlten Fußball" (Magath) die Tore schießt, ist fraglich. In den bisherigen elf Ligaspielen trafen die Bayern nur 16 Mal - schlechter war die Bilanz nur in der Saison 1991/92 mit 14 Treffern. "Die Sturmleistung ist nicht berauschend", gab Magath zu. Roy Makaay ist nach seinem Dreierpack beim 4:0 gegen Ajax Amsterdam am 28. September seit sechs Pflichtspielen ohne Treffer. "Momentan hat Roy Ladehemmung. Das kommt auch bei ihm mal vor", sagte Magath, "aber er ist ja keine Maschine. Ich hoffe, dass bei ihm schon gegen Turin wieder der Knoten platzt."

Die Sturmflaute macht dem Bayern-Coach weit mehr Sorgen als die personelle Lage. Vom aktuellen Stamm fehlt nur der Brasilianer Zé Roberto, der sich in Gladbach eine Gehirnerschütterung zugezogen hat. Nicht dabei sind zudem Jens Jeremies (Knieprobleme), Sebastian Deisler, der in den Planungen derzeit keine Rolle spielt, Roque Santa Cruz, Piotr Trochowski (beide Knie) sowie Rekonvaleszent Alexander Zickler.

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