Kein neuer Termin vereinbart
Nato-Beratung über Unterstützung für Türkei abgesagt

Die Nato hat ihre Beratungen über die von der Türkei erbetene Unterstützung für den Fall eines Irak-Krieges verschoben.

HB/dpa BRÜSSEL. Eine für Donnerstagnachmittag angesetzte Sitzung des Nordatlantikrates wurde nach Angaben von Nato-Sprecher Yves Brodeur ohne neue Terminvereinbarung wieder abgesagt. Die Verbündeten könnten zur Zeit in dieser Frage nicht weiterkommen, sagte Brodeur.

Hintergrund ist die Weigerung Frankreichs, Deutschlands und Belgiens, in der Nato noch vor Entscheidungen des UN-Sicherheitsrates Beschlüsse für den Kriegsfall zu fassen. Bundeskanzler Gerhard Schröder machte am Donnerstag in seiner Regierungserklärung noch einmal deutlich, dass die Nato erst im Anschluss an die Beratungen in den Vereinten Nationen entscheiden solle.

Das Nato-Land Türkei wünscht von den Verbündeten Schutz vor einem Angriff seines unmittelbaren Nachbarn Irak. Nato-Generalsekretär George Robertson hat den Einsatz der Nato-eigenen AWACS-Flugzeuge zur Überwachung des Luftraumes ebenso vorgeschlagen wie die Aufstellung von Raketenabwehrsystemen und die Entsendung von Einheiten zum Schutz vor ABC-Kampfstoffen. Die Bundesregierung hat wiederholt bekräftigt, dass sie ihre aus dem Bündnis erwachsenden Pflichten wahrnehmen werde. Die Debatte in der Nato geht zur Zeit nur um die Frage, ob die Militärs jetzt schon den Planungsauftrag für die vorgeschlagenen Maßnahmen erhalten sollen.

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