"Kein Rücktrittsgrund": Ackermann sieht Mannesmann-Anklage gelassen

"Kein Rücktrittsgrund"
Ackermann sieht Mannesmann-Anklage gelassen

Der Vorstandssprecher der Deutschen Bank, Josef Ackermann, sieht der bevorstehenden Anklage der Düsseldorfer Staatsanwaltschaft in der Mannesmann-Affäre gelassen entgegen.

HB/dpa FRANKFURT. Eine offizielle Anklageerhebung sei auch kein Grund für einen Rücktritt, sagte Ackermann am Freitag in Frankfurt. Ackermann bezeichnete es zudem als "interessant", dass der Düsseldorfer Justizminister zeitgleich mit der Bilanz-Pressekonferenz der Deutschen Bank seine Entscheidung bekannt gegeben habe.

Gegen den Chef der Großbank wird der Vorwurf erhoben, in seiner Eigenschaft als ehemaliger Mannesmann-Aufsichtsrat zu hohe Abfindungen für einstige Manager des Industriekonzerns genehmigt zu haben. Zahlreiche Rechtsgutachten hätten jedoch bestätigt, dass die damals an Mannesmann-Chef Klaus Esser ausgezahlten Boni "absolut in Ordnung sind".

Nach Darstellung des Vorstandssprechers der Deutschen Bank habe Esser 13 Millionen Euro bekommen. Dafür habe er den Aktionären im Zusammenhang mit der Übernahme durch Vodafone einen Mehrwert von 77 Milliarden Euro verschafft. Weitere 13 Millionen Euro seien für elf Vorstände beziehungsweise Spitzenmanager vom Mannesmann-Aufsichtsrat bewilligt worden.

Allein die Deutsche Bank zahle für 2002 Leistungsprämien von drei Milliarden Euro, sagte Ackermann, um eine Relation zu den Beträgen in der drohenden Anklage herzustellen. Alle bekannten Politiker hätten ihm versichert, dieser Vorgang der Beschuldigung sei "schlimm" und er solle sich nicht beeindrucken lassen.

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