Kein Schulbesuch in der Türkei
„Mehmet“ soll ohne Medienrummel zurückkehren

Der 1998 in die Türkei abgeschobene Serientäter "Mehmet" soll nach den Worten seines Anwalts Alexander Eberth in aller Stille nach Deutschland zurückkehren.

HB MÜNCHEN. "Das ist unser Teil der Integration", sagte Eberth der dpa in München. "Mehmet" sei kein Medienstar, und deshalb wolle man auch jeden Medienrummel vermeiden. Der Tag der Rückkehr werde deshalb nicht bekannt gegeben. Das Bundesverwaltungsgericht hatte am vergangenen Dienstag die Abschiebung von "Mehmet" für rechtswidrig erklärt und seine Rückkehr erlaubt. "Wir wollen Mehmet behutsam integrieren, und das muss ganz leise vor sich gehen", erklärte Eberth. "Der 18-Jährige kommt nicht als Sieger nach München. Er ist kein Sieger, sondern einer, der zu Unrecht Deutschland verlassen musste - und das ist ein wichtiger Unterschied."

"Mehmet", wie der Jugendliche aus Datenschutzgründen genannt wird, werde nach seiner Rückkehr nicht bei seinen Eltern in München wohnen. Man müsse nun mögliche Hilfsmöglichkeiten für den 18- Jährigen abklären und vor allem die Weichen für eine Integration in den Arbeitsmarkt stellen, betonte Eberth. Angesichts der nicht abgeschlossenen Schulausbildung von "Mehmet" sei das nicht leicht. "Hier sieht man aber auch, was man mit den vier geraubten Jahren an dem Jungen vermurkst hat", sagte sein Anwalt. Denn "Mehmet" habe in der Türkei keine Schule mehr besuchen können.

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