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Kein Streik bei City-Line

Die Piloten-Gewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) und die Lufthansa-Tochter City-Line haben einen Bericht zurück gewiesen, wonach der Fluglinie Streiks ihrer Piloten zur Durchsetzung von Tarifforderungen drohen.

Reuters FRANKFURT. "Das ist eine Ente, dummes Zeug", sagte VC-Sprecher Georg Fongern am Dienstag auf Anfrage in Frankfurt. Für die rund 650 von der VC vertretenen City-Line-Piloten hätten noch nicht einmal die Tarifverhandlungen begonnen. Auch eine Sprecherin der City-Line sagte: "Wir stehen nicht im Disput mit der VC". Das Magazin "Focus-Money" hatte vorab aus seiner jüngsten Ausgabe berichtet, dass die Piloten der City-Line wie ihre Konzernkollegen vor einigen Wochen streiken könnten.

Die seit 1993 zum Lufthansa-Konzern gehörende City-Line fliegt überwiegend inner-europäische Verbindungen mit kleineren Jets. Im vergangenen Jahr beförderte die Fluglinie nach eigenen Angaben 5,7 Mill. Passagiere. Die etwa 4200 von der Vereinigung Cockpit vertretenen Piloten des Lufthansa-Konzerns und der Touristik-Tochter Condor hatten in den vergangenen Wochen mehrmals gestreikt, um ihre Forderungen nach einer zweistelligten prozentualen Gehaltsanhebung zuzüglich einer Gewinnbeteiligung zu untermauern. Ende vergangener Woche einigten sich die Parteien nach zähen Verhandlungen und unter Vermittlung von Ex-Außenminister Hans-Dietrich Genscher in der Rolle des Schlichters auf einen Tarifabschluss.

VC und City-Line bestätigten am Dienstag, dass die bestehen Tarifverträge Ende dieses Monats ausliefen, dementierten zugleich aber, dass Streiks der Flugzeugführer bevorstünden. "Es gibt noch keine Forderungen, es gibt keinen Konflikt und es gibt noch gar keine Verhandlungen", sagte City-Line-Sprecherin Sofia Hitzbleck. Die bislang letzten Tarifverhandlungen zwischen City-Line und VC seien "sehr friedvoll" verlaufen, fügte die Sprecherin mit Blick auf möglicherweise drohende Streiks hinzu. Auch VC-Sprecher Fongern verwies darauf, dass es noch keine Verhandlungen gebe, und die Tarifkommission "noch nicht einmal ein Angebot auf den Tisch gelegt" habe. Insofern könne von drohenden Streiks nicht die Rede sein.

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