Kein Überschuss bis 2004
Sommer sieht T-Aktie als "Schnäppchen"

Die Aktie der Deutschen Telekom ist nach Ansicht von Vorstandschef Ron Sommer angesichts des rasanten Kursverfalls ein günstiges Angebot.

dpa HAMBURG. Der "Bild am Sonntag" sagte Sommer kurz vor Hauptversammlung am Dienstag, sein Unternehmen sei heute nicht weniger Wert als vor drei Jahren, als die Aktie mit mehr als 100 Euro notierte. Das Gegenteil sei richtig. "Ich hätte nie geglaubt, dass man die Telekom in so starker Position so billig kaufen kann. Die T- Aktie ist mit 12 Euro ein Schnäppchen", bekräftigte er.

Für das schlechte Abschneiden seines Unternehmens an der Börse machte er die generell schlechte Bewertung der Branche verantwortlich. "Die Analysten, die uns damals hochgejubelt haben, machen uns jetzt nieder", meinte Sommer. Das werde die Aktionäre zwar nicht trösten, "aber wir müssen auch in stürmischen Zeiten Kurs halten". Zu Spekulationen über einen Rückzug von der Telekom sagte Sommer, er werde zurücktreten, wenn er der Meinung sei, das Unternehmen in die falsche Richtung geführt zu haben.

In diesem Jahr wird die Telekom mit voraussichtlich 5,5 Mrd. Euro ihren bislang höchsten Nettoverlust verbuchen, wie Telekom - Finanzvorstand Karl-Gerhard Eick der "Welt" (Samstagausgabe) sagte. Das könne wegen der hohen Abschreibungen, "auch gar nicht anders sein". Sie betrügen 2002 etwa 16 bis 17 Mrd. Euro, rund zwei Mrd. Euro über dem Vorjahreswert.

Die Telekom werde "inklusive 2004 keinen Überschuss erzielen", sagte Eick. "Es sei denn, ein Börsengang oder außerordentliche Anlagenabgänge spülen uns zusätzlich Geld in die Kasse". Die Konzernverluste sollten nach Eicks Worten 2003 und 2004 aber wieder geringer ausfallen.

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