Kein Verständnis bei anderen Athleten
Kenteris und Thanou ohne nennenswerte Verletzungen

Eine Posse, die kein Ende nimmt. Ausgerechnet die beiden Top-Athleten des Gastgeberlandes stehen nach wie vor im Kreuzfeuer der Doping-Kritik. Auch wenn sie ihre Unschuld beteuern - so recht glauben tut ihnen keiner. Vor allem nicht nach den jüngsten Aussagen eines Gerichtsmediziners.

HB ATHEN. Griechenlands gestrauchelter Sportheld Kostas Kenteris ist überzeugt, die Doping-Vorwürfe gegen ihn am Mittwoch bei der Anhörung durch die Disziplinarkommission des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) entkräften zu können. "Mir wird Unrecht getan. Ich habe nie verbotene Substanzen genommen", erklärte der 31- jährige 200-m-Olympiasieger von Sydney am Dienstag beim Verlassen des KAT-Krankenhauses in Athen. "Nach der Kreuzigung kommt die Wiederauferstehung."

Sollten Kenteris und Thanou nicht schlüssig erklären können, warum sie am vergangenen Donnerstag einen Doping-Test versäumt haben, droht ihnen der Olympia-Ausschluss. Die 29-jährige Sprint-Europameisterin verließ 40 Minuten nach Kenteris die Klinik, in der beide nach einem Motorradunfall seit Freitag behandelt wurden. "Ich bin sehr verbittert über all das, was ich in den vergangenen Tagen gehört habe, doch ich werde meinen Kampf fortsetzen", gab sich auch Thanou entschlossen, den Anschuldigungen zu begegnen.

Ihr Trainingspartner bekundete zudem seine Bereitschaft zur Aussage vor der vom deutschen IOC-Vizepräsidenten Thomas Bach geleiteten Disziplinarkommission: "Ich werde alle Fragen beantworten." Er schöpfe seine Kraft auch aus den "hunderten von Briefen, E-Mails und Telegrammen", die er von seinen Fans im Krankenhaus erhalten habe. "Sie zeigen ihre Liebe zu mir."

Zweifel, dass sich die beiden Athleten bei dem Motorradunfall ernstlich verletzt haben, nährte ein Bericht des Gerichtsmediziners Filippos Koutsaftis. Wie die griechischen Nachrichtensender "SKAI" und "Flash" berichteten, habe er bei der vom Athener Oberstaatsanwalt angeordneten Untersuchung Kenteris' lediglich Schürfwunden am rechten Bein und am linken Ellenbogen festgestellt. Sie deuteten aber auf einen Unfall hin. Am Kopf habe er keine Verletzungen erkannt. Thanou hätte dagegen keine äußere Blessuren, habe aber über Beschwerden am Bauch geklagt.

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