Kein weitere Druck auf Infineon erwartet
Dax schwächer erwartet

Das wichtigste deutsche Börsenbarometer, der Dax , wird nach Meinung von Marktbeobachtern am Donnerstag voraussichtlich schwächer eröffnen. Die Frankfurter Wertpapierbörse habe gestern "zu hoch geschlossen", sagte ein Händler. Er erwartete, dass es zunächst 30 bis 40 Punkte abwärts gehen wird. Das Wertpapierhandelshaus Lang & Schwarz stellte den Dax um 8.18 Uhr bei 4 063 Punkten fest.

dpa-afx/rtr FRANKFURT. Der Index der 30 Standardwerte Dow Jones Industrial Average ging am Mittwoch in New York mit einem Minus von 1,07 % bei 8 567,39 Punkten aus dem Handel. Der marktbreitere S&P 500-Index verlor bis zum Schluss 0,52% auf 1 007,04 Zähler. Zu den Verlierern zählten vor allem Fluglinien, Chip- und Hardware-Hersteller. Ölaktien und Versorger gerieten unter Druck, nachdem der Ölpreis überraschend gefallen war. Zulegen konnten Pharmatitel und Einzelhandelswerte.

Der Nasdaq-Composite-Index gab um 2,50 % auf 1 464,04 Punkte nach. Der Nasdaq-100-Index der 100 wichtigsten Nasdaq-Titel verlor 1,32 % auf 1 172,11 Zähler. Eine Reihe negativer Analystenstimmen ließ am Mittwoch die New Yorker Technologiebörse im Minus schließen. Der Philadelphia Semiconductor Index erreichte ein neues Zweijahrestief.

"Uns erwartet ein vermutlich ereignisarmer Tag", sagte ein Händler. "Nach der schwächeren Eröffnung wird sich der Markt auf dem Vortagesniveau einpendeln." Mit starken Schwankungen wie an den Vortagen sei aber nicht zu rechnen. Im Mittelpunkt könnten die Papiere von DaimlerChrysler stehen. Beim Automobilhersteller tagt am Donnerstag nach Händlerangaben der Aufsichtsrat. "Da könnte es Neuigkeiten zur Restrukturierung des Unternehmens geben", hieß es.

Die negativen Branchenmeldungen aus den USA dürften Infineon nicht weiter unter Druck bringen, urteilt ein Börsianer. Für ihn steht bei diesem Wert die Liquiditätslage des Unternehmens im Vordergrund. Die Aktie teste die Marke von 12,5 ? und drehe auch immer wieder Richtung 13,5 ?. "Unter 12,5 ? sollte man eigentlich kaufen", fügte er hinzu.

Lufthansa dürften nicht nur schlechte Vorgaben aus New York zu schaffen machen. Die Luftfracht-Tochter der Lufthansa rechnet einem Pressebericht zufolge für 2001 nicht mehr mit einem positiven Ergebnis. In einem Interview mit der "Süddeutschen Zeitung" (Donnerstagsausgabe) kündigte Wolfgang Mayrhuber, das für das Ressort Linienflug verantwortliche Vorstandsmitglied, an, dass die Sicherheitskosten um 25 % steigen werden. "Wir müssen die Flugpreise erhöhen", lautete sein Fazit.

Bei Lufthansa gebe es "große Unsicherheit", was die Ertragslage angehe, sagte ein Marktteilnehmer. Die Aktie sei "gut für eine technische Erholung", habe aber kein großes Aufwärtspotenzial.

Von der Ratssitzung der Europäischen Zentralbank (EZB) am Donnerstag erwarten Analysten mehrheitlich keine Senkung der Leitzinsen. Am 17. September hatte die EZB in einer konzertierten Aktion mit der US-Notenbank Fed als Reaktion auf die Anschläge in den USA die Leitzinsen um jeweils 50 Basispunkte gesenkt.

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