Kein Wettbewerbsnachteil
Heideldruck setzt weiter auf Deutschland

Der weltgrößte Hersteller von Druckmaschinen, die Heidelberger Druck AG, setzt trotz einer Verlagerung von Teilen der Produktion in die USA auch künftig auf den Standort Deutschland.

HB/dpa HEIDELBERG. "Wir haben keinen Wettbewerbsnachteil in unserem Kerngeschäftsfeld Bogenoffsetdruck, wenn wir in Deutschland produzieren", sagte der Vorstandsvorsitzende der Heideldruck, Bernhard Schreier, in einem dpa-Gespräch. "Unsere Hauptwettbewerber in diesem Bereich sitzen vorwiegend im Inland."

Rund zwei Drittel der Investitionen würden national eingesetzt, 70 Prozent der Produktion seien in Deutschland. "Es gibt derzeit keine Notwendigkeit, daran etwas zu ändern. Allerdings müssen wir in einigen Bereichen unsere Kapazitäten an die geringe Nachfrage anpassen", betonte Schreier.

Den drei führenden deutschen Anbietern von Druckmaschinen - Heideldruck, dem international zweitgrößten Hersteller MAN Roland sowie dem weltweit drittgrößten Anbieter Koenig & Bauer - sagte Schreier ein schwieriges Jahr 2003 voraus. "Wir werden alle im nächsten Jahr zu kämpfen haben, unser hohes Niveau aus der Vergangenheit zu erreichen", meinte er.

Die größten Wachstumschancen sieht der Vorstandschef von Heideldruck vor allem beim digitalen und personalisierten, nicht auf Massenproduktion ausgerichteten Druck. Allerdings gehe die Entwicklung hier langsamer voran als angenommen. Aus diesem Grund sei die Umsatzerwartung in diesem Segment von zwei auf eine Milliarde Euro bis zum Jahr 2007 zurückgeschraubt worden. Grund dafür sei vor allem die schlechte konjunkturelle Lage in Deutschland, aber auch der Hauptabsatzmarkt für die Digitaldrucktechnik: "Der Markt in den USA ist schlicht nicht angesprungen", meinte Schreier. Die Gewinnschwelle in diesem Segment werde daher voraussichtlich erst im Geschäftsjahr 2004/05 erreicht.

Heideldruck hatte angekündigt, wegen der derzeit nicht vollständigen Auslastung der Kapazitäten beim Digitaldruck Farbdigitaldruckmaschinen künftig im US-amerikanischen Rochester zu produzieren. Durch Stellenabbau und Kostensenkung will das Unternehmen dadurch nachhaltig 200 Millionen Euro einsparen.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%