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Kein Wundermittel

Nach den Terrorattacken von New York und Washington hat ein Thema weltweit Priorität erlangt: Die Sicherheit.

Wie können wir Flughäfen und öffentliche Gebäude sicherer machen?, fragen sich Technik-Experten und Tüftler im Silicon Valley und in anderen High-Tech-Regionen Amerikas. Wie können wir es schaffen, dass sich solche schrecklichen Ereignisse nie wiederholen?

Ideen gibt es genug. So schlug der Infoseek-Gründer und Chef der Softwarefirma Propel, Steve Kirsch, vor, die Flugzeuge künftig mit einem Panik-Knopf auszustatten. Aktiviert der Pilot in einer Gefahrensituation diese Funktion, dann wird das Flugzeug vom Boden aus zum nächsten Flughafen gesteuert. Entführer hätten keine Chance. Oracle-Chef Larry Ellison sprach sich in einem Fernsehinterview für eine bundesweiten Ausweis für die USA aus. Bisher gilt der Führerschein, der von den einzelnen Bundesstaaten ausgestellt wird und der als relativ leicht zu fälschen gilt, als ausreichender Beleg der eigenen Identität. Ellison bot sogar an, die Software, die für eine nationale Datenbank nötig wäre, der US-Regierung kostenlos zur Verfügung zu stellen.

Auch die Investoren setzen auf Sicherheit: So stieg der Aktienkurs von Invision Technologies, einem kalifornischen Unternehmen, das neuartige Röntgenscanner für die Gepäckdurchleuchtung an Flughäfen herstellt, am ersten Handelstag nach der Katastrophe um 165 %.

Das Vertrauen der Amerikaner in die eigene Sicherheit ist erschüttert, der Glaube an die Technik dagegen ungebrochen. Doch selbst ausgefeilteste Überwachungsmaßnahmen können keine 100prozentige Sicherheit bieten. "Es gibt kein Wundermittel", sagt Bill Malik vom Marktforschungsunternehmen Gartner Group. Eine Schlussfolgerung, die gerade hier im fortschritt- und technikgläubigen Silicon Valley nur schwer zu verdauen ist.

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