Kein Zinssignal
EZB lässt Leitzinsen unverändert

Die Europäische Zentralbank (EZB) rechnet mit einem mehrjährigen Konjunkturaufschwung. Bereits Ende 2002 könnte wieder eine Wachstumsrate von 2,5 % in der Währungsunion erzielt werden, sagte EZB-Präsident Wim Duisenberg am Dienstag im Anschluss an die Sitzung des Zentralbankrates in Frankfurt. Die Leitzinsen wurden nicht verändert.

dpa FRANKFURT. Nach dem Tiefpunkt zum Jahresende 2001 dürfte sich nun die wirtschaftliche Expansion bis 2004 fortsetzen, prognostizierte Duisenberg. Neben niedrigen Zinsen dürfte dazu die gestiegene Kaufkraft als Folge der rückläufigen Verbraucherpreise beitragen. Darüber hinaus zeichne sich auch außerhalb des Euro-Raumes eine stärkere Nachfrage nach europäischen Gütern und Dienstleistungen ab.

Dennoch bestehe derzeit keine Gefahr für die Preisstabilität in der Euro-Zone. Bereits in den kommenden Monaten werde der jährliche Anstieg der Verbraucherpreise wieder unter die Marke von 2 % fallen. Der günstige Trend bei den industriellen Erzeugerpreisen unterstütze diese Prognose, betonte Duisenberg.

Wie allgemein erwartet hat der EZB-Rat die Leitzinsen nicht verändert. Der wichtigste Zinssatz bleibt damit bei 3,25 %. Duisenberg deutete an, dass die Zentralbank dieses Niveau auf absehbare Zeit beibehalten werde. Allerdings dürften die bevorstehenden Lohnabschlüsse in Europa die Stabilitätspolitik der EZB nicht gefährden.

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