Kein Zusammenhang mit Nitrofen
Hintergrund: Nitrofurane

Die Europäische Union hat Nitrofurane nach Angaben der EU-Kommission bereits im Mai 1993 verboten, weil sie im Verdacht stehen, Krebs zu erregen.

dpa HAMBURG. Die Antibiotika haben nichts mit dem ebenfalls verbotenen Pflanzenschutzmittel Nitrofen und dem damit verbundenen jüngsten Skandal zu tun. Nitrofurane wirken gegen Bakterien und Einzeller und wurden auch in Deutschland in der Tierzucht eingesetzt. In Muskelfleisch und Innereien werden Nitrofurane schnell abgebaut, in Eiern nicht.

In Brasilien waren laut EU-Kommissionssprecherin bis Anfang Mai noch zwei Nitrofurane zugelassen, die aber auf Druck der EU seither ebenfalls verboten seien. Es habe sich immer um die selben zwei bis drei Produzenten gehandelt, die diese Mittel noch eingesetzt hätten, weshalb ganz gezielt kontrolliert worden sei. Seit den Funden seien die Tests verstärkt worden.

Laut Bundesverbraucherministerium werden seit dem 27. März nach einem sofort verwirklichten Beschluss der EU-Kommission alle Garnelen und alles Geflügelfleisch aus Thailand auf Nitrofurane untersucht. Hintergrund waren wiederholte Funde der Antibiotioka in den Lebensmitteln. Brasilien war von diesem Beschluss nicht betroffen.

Nach Auskunft des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte werden Nitrofurane in besonderen Fällen auch beim Menschen eingesetzt, und zwar gegen Harnwegsinfektionen vor allen bei Trägern von Dauerkathetern. Sie wirken demzufolge gezielt in den Harnwegen.

Zu den in der EU verbotenen Tierarzneien gehört auch Chloramphenicol, das vor wenigen Monaten in importierten Garnelen und in importiertem Honig entdeckt worden war.

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