Kein Zweifel an Erfüllung der Maastricht-Kriterien
Eichel schließt schwächeres Wirtschaftswachstum nicht aus

Bundesfinanzminister Hans Eichel hat nicht ausgeschlossen, dass das Wirtschaftswachstum schwächer ausfallen könnte als bisher erwartet.

ap BERLIN. Im ZDF-Morgenmagazin sagte der SPD-Politiker am Montag: "Es kann schon sein, obwohl ich da sehr optimistisch bin, die Wirtschaft wird ein bisschen langsamer wachsen als erwartet." Dann sei eventuell auch mit weniger Steuereinnahmen zu rechnen. Dennoch werde Deutschland aber auf alle Fälle die Maastricht-Kriterien erfüllen, sagte Eichel.

Zum Start einer Informationskampagne über die europäische Währung trat der Minister Befürchtungen entgegen, der Euro könne weniger stabil sein als die D-Mark. Hinter dem Euro stehe die Wirtschaftskraft der beteiligten Länder Europas. Schon allein deswegen könne "gegen den Euro nicht so spekuliert werden wie gegen die D-Mark". Der Euro zwinge alle Länder Europas zu mehr Disziplin.

Die Diskussion unter den Banken über mögliche Umtauschgebühren bezeichnete Eichel als "klein kariert". Jeder müsse die ihm entstehenden Kosten übernehmen, der Staat komme dabei für den Druck von Münzen und Banknoten auf. "Der Rest ist von den Marktteilnehmern zu tragen", erklärte Eichel. Auch wenn die Umstellung die Banken zunächst etwas koste, hätten diese hinterher "gewaltige Vorteile und Einspareffekte".

Die bayerische Landeszentralbank warnte im Hinblick auf die Einführung der Euro-Banknoten am 1. Januar 2002 vor einem vermehrten Auftauchen von D-Mark-Falschgeld. Geldfälscher könnten versuchen, ihre vorhandenen Bestände vorher noch abzusetzen. Im täglichen Zahlungsverkehr solle deshalb auf bestimmte Sicherheitsmerkmale geachtet werden: So sind in einem Sechseck auf Vorder- und Rückseite der Banknoten unregelmäßige Zeichen verstreut, die sich in der Durchsicht zu einem D ergänzen. Daneben müssen die Noten Sicherheitsfaden und Wasserzeichen aufweisen.

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