Keine absolute Sicherheit möglich
Überwachung aus dem Weltall

Bei der Überwachung des Luftverkehrs wird nach Auffassung der Deutschen Gesellschaft für Luft- und Raumfahrt künftig (DGLR) eine Beobachtung aus dem Weltraum zunehmend wichtiger. Joachim Szodruch (DGLR) und der Hamburger-Flughafen-Geschäftsführer Werner Hauschild warnten jedoch, dass es letztlich keine absolute Sicherheit zur Verhinderung von Terroranschlägen in der Luftfahrt gebe.

dpa HAMBURG. "Das wird auch wesentliches Hilfsmittel zur sicheren Durchführung des Luftverkehrs sein, weil wir jedes Flugzeug aus dem Weltraum störungsfrei verfolgen können", sagte der Zweite Vorsitzende der DGLR, Klaus Berge, angesichts der Terroranschläge in den USA beim 50. Kongress der DGLR am Montag in Hamburg.

"Wenn sich ein Selbstmörder Terror auf die Fahne geschrieben hat, weiß ich nicht, wie ihn Sicherheitsmaßnahmen letztlich stoppen können", sagte Szodruch.

Hauschild zeigte sich vorsichtig optimistisch: "Wir haben in letzter Zeit schon große Fortschritte im europäischen Bereich gemacht und sind in Deutschland auf dem besten Wege, von einer sporadischen Kontrolle des gesamten Gepäcks zu einer 100-prozentigen Kontrolle zu kommen." Er gehe allerdings davon aus, dass es im internationalen Luftverkehr künftig nicht nur zu Zeit raubenden Unannehmlichkeiten für die Passagiere, sondern auch zu "finanziellen Mehraufwendungen mit entsprechenden Belastungen für alle Betroffenen" kommen werde. Trotz der Ereignisse geht Szodruch davon aus, dass die Luftfahrt auch künftig eine Wachstumsbranche bleibt.

Lufthansa-Vorstandsvorsitzender Jürgen Weber und Bundesforschungsministerin Edelgard Bulmahn (SPD) sagten ihre Teilnahme bei dem Kongress wegen der aktuellen Ereignisse kurzfristig ab. Rund 400 Teilnehmer aus dem In- und Ausland wollen bis Donnerstag über das Thema "Deutsche Technologie im internationalen Wettbewerb" diskutieren.

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