Keine Änderung beim Dax
Porsche muss M-Dax verlassen

Die Aktie der Porsche AG muss wie erwartet den Frankfurter Nebenwerte-Index M-Dax verlassen. Da der Autokonzern nicht wie vorgeschrieben Quartalsberichte vorlege, werde seine Aktie Ende September aus dem M-Dax herausgenommen, teilte die Deutsche Börse am Dienstagabend in Frankfurt nach US-Börsenschluss mit.

Reuters FRANKFURT. Zudem aus dem Index ausgeschlossen werden die Aktien des Hamburger Handelskonzerns Spar und der VCL Film+Medien AG. In das Barometer dafür aufsteigen werden die Titel von Fraport , Beru und Salzgitter. Im Nemax 50, dem Auswahlindex des Neuen Marktes werden ebenfalls drei Aktienwerte ausgetauscht. Die Börse entschied zudem, die Zahl der im Kleinwerte-Index SDax notierten Aktien auf 50 zu halbieren.

Keine Einigung im Streit um die Quartalsberichte

Die Herausnahme der Porsche AG aus dem M-Dax, dem immerhin zweitwichtigsten deutschen Aktienbarometer für Standardwerte, war auf breiter Front erwartet worden, da keine Einigung im Streit um die Erstellung von Quartalsberichten erzielt worden war. Die Börse verlangt neben den Firmen des Neuen Marktes seit März dieses Jahres auch von den im Dax und M-Dax gewichteten Konzernen die vierteljährliche Vorlage von Geschäftszahlen. Porsche weigert sich nach eigenen Angaben, vollständige Quartalsberichte zu veröffentlichen, da dadurch Schwankungen an den Aktienmärkten angefacht würden. Auch behinderten sie den Konzern bei der Verfolgung seiner langfristigen, auf Wachstum ausgelegten Strategien, hatte es geheißen. Porsche steht vor der Aufnahme in den international bedeutenden MSCI-Index.

Spar-Aktie wird auch aus dem M-Dax ausgeschlossen

Auch die Spar-Aktie wird aus dem M-Dax verbannt, weil der Einzelhändler keine Quartalsberichte vorlegt. Den Spar-Aktionären liegt ohnehin seit einigen Wochen ein Kaufangebot der französischen Mutter ITM für ihre Vorzugsaktien vor. ITM hält nach Konzernangaben fast 83 % der Stammaktien von Spar und etwa 60 % der Vorzüge. VCL wird aus dem Nebenwerte-Index ausgeschlossen, da das Unternehmen nicht mehr die hinreichende Marktkapitalisierung auf die Waage bringt. Der Börsenwert ist in der Regel neben dem Aktienumsatz das wichtigsten Kriterium für die Zugehörigkeit zu einem Index.

Von einer Herausnahme aus dem M-Dax bedroht sind zudem die Industrieholding AGIV und die Bankgesellschaft Berlin , deren Festbesitzanteile jeweils die ab September geltende Grenze von 80 % überschreiten, wie die Börse weiter mitteilte. Über den Verbleib oder Nichtverbleib der Titel in dem Index werde Anfang November entschieden.

Im Dax bleibt alles beim alten

Für die "Börsen-Oberliga", dem Dax, qualifizierten sich keine Ab- beziehungsweise Aufstiegskandiaten. In der vergangenen Woche war am Aktienmarkt kurzfristig darüber spekuliert worden, dass der Pharmakonzern Altana AG auf Grund seines hohen Marktwertes und Börsenumsatzes in den Index aufsteigen könnte. Experten hatten dies allerdings als unwahrscheinlich bezeichnet, da Firma den Übernahmekodex nicht akzeptiert. Als möglicher "Abstiegskandidat" war vorübergehend die Aktie des Münchener Maschinen- und Motorenbauer MAN gehandelt worden.

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