Keine Ambitionen auf Kanzleramt mehr
Scharping will weiter Verteidigungsminister bleiben

Vehement widersprach der Minister heute den Gerüchten, er wolle die Nachfolge von Gerhard Schröder übernehmen und sich als "Reservekanzler" bereit halten.

afp MÜNCHEN. Rudolf Scharping will auch nach der Bundestagswahl 2002 Verteidigungsminister bleiben. Voraussetzung sei, dass "die Wähler und der Kanzler es wollen", sagte der SPD-Politiker in einem am Mittwoch vorab veröffentlichten Interview der Münchner Illustrierten "Bunte". Scharping widersprach damit Spekulationen, er habe Ambitionen auf die Nachfolge von Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD). Für ihn habe sich dieses Thema "seit 1995 allen Gerüchten zum Trotz schlicht erledigt".

Scharping war 1994 als Kanzlerkandidat gegen Helmut Kohl (CDU) gescheitert; im November 1995 hatte er nach einer Kampfabstimmung den SPD-Vorsitz an Oskar Lafontaine abgeben müssen. Im Herbst vergangenen Jahres hatten Medienberichte für Aufsehen gesorgt, Scharping halte sich als "Reservekanzler" bereit. Dies war von ihm aber dementiert worden.

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