Keine Angaben zu Personaleinsparungen: Metro will Discounter mit Technik ausstechen

Keine Angaben zu Personaleinsparungen
Metro will Discounter mit Technik ausstechen

Der Handelskonzern Metro setzt im harten Wettbewerb mit den Discountern auf Vorsprung durch Technik: Konzernchef Hans-Joachim Körber eröffnete am Montag zusammen mit dem Top-Model Claudia Schiffer in deren Heimatstadt Rheinberg einen "Supermarkt der Zukunft".

HB/dpa RHEINBERG. Die Filiale der Metro-Tochter Extra soll dem Düsseldorfer Konzern als Versuchslabor für neuartige Technik dienen. Dabei sollen die Verbraucherakzeptanz und der Einsatz unter Alltagsbedingungen getestet werden.

In dem neuen Supermarkt soll unter anderem das Kassieren Dank neuer Technik schneller gehen. Der Kunde kann auch eine vollautomatische Selbstzahlerkasse nutzen, an der keine Kassiererin mehr benötigt wird. Mit vielen Informationen direkt am Einkaufswagen soll außerdem die Kundenbindung steigen.

Erhebliche Einsparungen erwartet Metro-Vorstand Zygmunt Mierdorf auch durch per Funksignal lesbare Etiketten. Alle Beteiligten wüssten künftig, wo sich eine bestimmte Ware auf dem Weg in den Supermarkt gerade befinde und welche Ware zum Auffüllen der Regale gerade benötigt werde. Die so genannten Radio Frequency Identification sei das technologische Herzstück des "Supermarkts der Zukunft". Extra schreibt rote Zahlen. Die Kette soll sich mit frischen Lebensmitteln gegenüber Discountern profilieren.

Hauptpartner der Metro AG beim geplanten Innovationsschub sind die Softwareschmiede SAP und der Chipentwickler Intel. "Am Ende wird sich diese Technik rechnen", zeigte sich Metro-Chef Körber überzeugt. Einzelne Systeme aus dem "Supermarkt der Zukunft" sollten in absehbarer Zeit auch bei anderen Metro-Töchtern zum Einsatz kommen. Wie viel Personal eingespart werden kann, wurde nicht gesagt.

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