Keine Angaben zum Kaufpreis
Heijmanns will Marke Holzmann weiterführen

Die niederländische Baufirma Heijmans und der insolvente Baukonzern Philipp Holzmann AG haben am Freitag eine Absichtserklärung über den Verkauf von drei Holzmann-Unternehmensteilen unterzeichnet. Weitere Verkäufe an Heijmans könnten folgen, teilte der vorläufige Holzmann-Insolvenzverwalter Ottmar Hermann mit.

Reuters FRANKFURT. Laut Absichtserklärung will Heijmans das niederländische Bauunternehmen Dubbers Malden N.V., die in Hannover ansässige Franki Grundbau GmbH und die Holzmann-Niederlassung Grafenwöhr mit einem Jahresumsatz von insgesamt 90 Mill. Euro erwerben. Angaben zum Kaufpreis machte Hermann nicht. Die Parteien sähen den Erwerb der drei Einheiten nur als Zwischenschritt, hieß es.

Heijmans sei weiterhin ernsthaft daran interessiert, weitere Teile des Inlandsgeschäfts unter Fortführung der Marke Philipp Holzmann zu erwerben. Insbesondere stehe die Vereinbarung über die Niederlassung Grafenwöhr unter dem Vorbehalt einer Gesamtlösung für das Inlandsgeschäft.

Dubbers Malden ist den Angaben von Heijmans zufolge im Brücken-, Tunnel- und Tiefbau tätig und beschäftigt 110 Mitarbeiter. 2001 habe der Bereich einen Umsatz von 30 Mill. Euro erzielt. Die in Hannover ansässige Franki Grundbau arbeite mit 160 Beschäftigten im Tiefbau und der Betonkonstruktion und erwirtschaftete einen Jahresumsatz von 40 Millionen Euro. Die Niederlassung Grafenwöhr sei im Raum München tätig und habe mit 130 Mitarbeitern einen Umsatz von 20 Mill. Euro erzielt. Alle drei Bereiche haben den Angaben zufolge 2001 ein positives Ergebnis erwirtschaftet.

Heijmans hatte im April mitgeteilt, mit Holzmann in Verhandlungen über die Übernahme von Holzmann-Aktivitäten zu stehen. Aus verhandlungsnahen Kreisen hatte es geheißen, die niederländische Gruppe sei Favorit für eine Übernahme des Holzmann-Inlandsgeschäfts mit fünf Hauptniederlassungen und gut 3 000 Mitarbeitern. Der Traditionskonzern Holzmann hatte im März Insolvenzantrag gestellt, nachdem sich herausgestellt hatte, dass auch im vergangenen Jahr die Verluste höher als erwartet gewesen waren.

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