Keine Angst vor Ford
VW will Scania-Anteile nicht abgeben

Die Volkswagen AG erwägt weder eine Abgabe ihrer Aktien der Scania an MAN noch eine Aufstockung ihrer Anteile an dem schwedischen Nutzfahrzeug-Hersteller.

vwd GENF. Dies sagte der desgnierte VW-Vorstandsvorsitzende Bernd Pischetsrieder am Dienstag anlässlich des Genfer Automobilsalons. Alllerdings lasse sich der Konzern alle Optionen bei der künftigen Nutzfahrzeugstrategie offen. Dabei schloss Pischetsrieder auch einen Erwerb von MAN-Anteilen nicht explizit aus.

Er erklärte zudem, dass er keine Gefahr einer feindlichen Übernahme durch die Ford Motor Co, Dearborn, sehe. Dies würde schon allein auf Grund der Marktanteile in Europa nicht durchgehen.

VW habe die Scania-Anteile erworben, um eine strategische Position aufzubauen, sagte Pischetsrieder weiter. Im Nfz-Flottengeschäft über 7,5 t wolle der Konzern nicht außen vor bleiben. Bei einem eventuellen Ausbau dieses Flottengeschäfts seien alle Optionen möglich. Dies müsse zwar nicht über eine Kapitalverflechtung geschehen, sei aber eine Möglichkeit, sagte Pischetsrieder.

Wie er weiter ausführte, sanken die Auslieferungen des Konzerns an Kunden im Januar um 4,5 % auf 354 369 Einheiten. Dabei habe die Marke Volkswagen 10 % auf 209 190 Fahrzeuge verloren, was vor allem mit dem noch nicht voll angelaufenen Polo begründet wurde. Laut Pischetsrieder ist die Akzeptanz des neuen Polo "hervorragend". Audi legte dagegen um 22,8 % auf 56 858 Fahrzeuge zu, Seat um 0,4 % auf 36 249 Stück. Skoda verlor 10,6 % auf 30 642 Stück.

Abstand nahm Pischetsrieder auch von den von mehreren Herstellern seit längerem vor allem auf dem US-Markt angebotenen Kaufanreizen (Incentives). So sei im vergangenen Jahr auf dem US-Markt von GM und Ford im Durchschnitt pro Fahrzeug ein Preisnachlass von 3 600 Dollar gegeben worden. Bei VW habe sich die Summe auf 730 Dollar belaufen. Auch auf dem deutschen Markt werde sich der Konzern "nicht an der Incentives-Schlacht beteiligen".

Zuversichtlich zeigte sich Pischetsrieder für die Entwicklung von VW auf dem US-Markt im laufenden Jahr. Auf Grund der vollen Verfügbarkeit des Passats sowie der Einführung des Passat W8 im April sei mit Marktanteilsgewinnen zu rechnen (2001: 2,1 %). Im kommenden Jahr werde zudem der Luxuswagen Phaeton sowie der SUV (Sports Utility Vehicle) Touareg auf den dortigen Markt gebracht. Allein der Touareg soll laut Pischetsrieder dort ein Volumen von 50 000 Einheiten bringen. Insgesamt sei für dieses Modell ab dem Jahr 2004 ein Absatz von rund 110 000 Einheiten geplant.

Der Touaereg werde zudem von Beginn an die Zielkapitalrendite erwirtschaften, betonte er. Der Phaeton dagegen werde in der ersten Modellreihe, also auf Sicht von rund sieben Jahren, den Breakeven erreichen - mehr aber auch nicht. Pischetsrieder schloss zudem kategorisch aus, dass VW in Konkurrenz zum Ford Fusion einen Mini-Van auf Polo-Basis herausbringen wird.

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