"Keine Ansteckungsgefahr"
USA: Anthrax-Fall in Florida hat nichts mit Terrorismus zu tun

Wenige Wochen nach den Terror-Anschlägen in den USA ist in Florida ein Mann an Milzbrand erkrankt. Die hoch gefährliche Krankheit ist auch als Anthrax bekannt. Anthrax- Bakterien gelten als mögliche biologische Waffen, die von Terroristen eingesetzt werden könnten.

dpa WASHINGTON. Die US-Regierung betonte am Donnerstag jedoch, der Fall habe nichts mit Terrorismus zu tun. Gesundheitsminister Tommy Thompson sagte, es handele sich um einen Einzelfall: "Da war kein Terrorismus im Spiel."

Der an Anthrax erkrankte 63-Jährige aus Lantana in Florida wird in einem Klinikzentrum der Stadt behandelt und befindet sich nach Ärzte-Angaben in «kritischem Zustand». Er litt an hohem Fieber, Desorientierung sowie Erbrechen und hatte als Folge der Infektion eine Gehirnhautentzündung entwickelt, wie die Mediziner weiter bestätigten. Sie vermuten, dass der Mann die Krankheitserreger einatmete, was nach Experten-Angaben bei Anthrax sehr selten vorkommt. Eine Ansteckungsgefahr bestehe nicht.

Der Milzbrand ist eine Krankheit, die in erster Line bei Huftieren auftritt. Menschen infizieren sich selten, und wenn dies geschieht, dann zu 95 Prozent durch Hautkontakt mit erkrankten Tieren. In seltenen Fällen können Menschen auch durch Einatmen der Bakterien oder Verzehr von infiziertem Fleisch erkranken. Antibiotika können helfen, wenn die Behandlung rechtzeitig begonnen wird. Im Fall von Inhalierung sind die Heilungschancen geringer. Ohne Behandlung liegt hier die Zahl der Todesfälle bei 90 Prozent.

1979 kamen in Russland Dutzende Menschen ums Leben, als Anthrax- Bakterien versehentlich aus einer militärischen Forschungseinrichtung frei gesetzt wurden. Experten gehen davon aus, dass bei einer Verbreitung der Milzbranderreger über einer Großstadt drei Millionen Menschen sterben könnten.

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