Keine Anzeichen auf Geistesstörung
Motiv der Düsseldorfer Amokfahrt weiter unklar

Die Amokfahrt in Düsseldorf war vermutlich nicht die Tat eines Geisteskranken. "Es gibt derzeit keine Hinweise, die eine Unterbringung des Mannes in eine psychiatrische Klinik erforderlich machen", sagte Staatsanwalt Ralf Herrenbrück am Dienstag in Düsseldorf.

HB/dpa DÜSSELDORF. Der 63 Jahre alte Gastwirt bleibe wegen gefährlicher Körperverletzung und versuchten Mordes in Untersuchungshaft. Der Mann war am vergangenen Samstag mit seinem 200 PS starken Sportwagen durch zwei vollbesetzte Straßencafés gerast und hatte dabei 14 Menschen verletzt, einige davon lebensgefährlich. Der Zustand eines 29 Jahre alten Passanten, der 20 Meter unter dem Wagen des Amokfahrers mitgeschleift worden war, sei inzwischen stabil, so Herrenbrück. Ein siebenjähriges Mädchen war bereits am Montag aus der Klinik entlassen worden.

Der 63-Jährige hatte bei seiner Amokfahrt einen Alkoholwert von 1,8 Promille im Blut. "Dieser Wert alleine reicht aber nicht für verminderte Schulfähigkeit aus", betonte Herrenbrück. Dies könne nur in Verbindung mit anderen Faktoren wie Drogen- oder Medikamenteneinnahme bei einem Wert unter 2,0 Promille in Betracht kommen.

Zum Motiv machte die Staatsanwaltschaft keine Angaben. Nach einer Steuernachzahlung hatte der Gastwirt erhebliche Geldnöte und seine 32 Jahre jüngere Freundin hatte gedroht ihn zu verlassen. Ob allerdings Neid auf die Konkurrenz Anlass für die Amokfahrt war, ist noch unklar.

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