Keine Aussage zur Ausweitung der Kooperation mit Hino
Auch Scania erwartet keine baldige Erholung

Auch der schwedische Nutzfahrzeughersteller Scania erwartet nach eigenen Angaben keine baldige keine Erholung der Branche. In Europa werde die Nachfrage schwach bleiben, sagte Entwicklungschef Hasse Johansson anlässlich der IAA-Nutzfahrzeug-Messe am Mittwoch in Hannover. Am Vortag hatten sich bereits Daimler-Chrysler, Volvo und MAN skeptisch zur Nutzfahrzeug-Konjunktur geäußert.

Reuters HANNOVER. Johansson verwies auf die USA, wo nach einem Einbruch im vergangenen Jahr zwar eine leichte Belebung folgte, die aber vor allem auf vorgezogene Verkäufe angesichts der im Herbst bevorstehenden Verschärfung von Abgasvorschriften zurückgeführt werde. In Südamerika sei die Nachfrage dagegen weiterhin äußerst schwach, fügte Johansson hinzu.

Der Scania-Entwicklungschef sagte weiter, Scania wolle auch in der momentan schwierigen konjunkturellen Situation unabhängig bleiben. Die Allianz mit dem japanischen Nutzfahrzeughersteller Hino sei darauf angelegt, das beide Partner davon profitierten. "Wir streben profitables Wachstum an und wollen unsere Unabhängigkeit sichern", sagte Johansson. Bezüglich einer Ausweitung der Kooperation mit Hino auf Europa hielt sich Johansson zurück. Es gebe Projekte, die aber noch nicht spruchreif seien.

Wegen der anhaltenden Krise der Nutzfahrzeugbranche erwarten Experten, dass sich vor allem kleinere Hersteller verbünden werden. Genannt werden in diesem Zusammenhang immer wieder MAN und Scania. Nicht auszuschließen ist auch ein weiteres Engagement von Volkswagen. Der Wolfsburger Konzern hält bereits 18,7 % Aktienkapitals und 34 % der Stimmrechte an Scania und verfolgt nach früheren Aussagen die Strategie , ein "Full-Range-Anbieter" vom Kleinwagen bis zum Schwerlaster zu werden. Dies werde von Großkunden wie Leasinggesellschaften und Logistikunternehmen zunehmend erwartet. VW-Chef Bernd Pischetsrieder hat wiederholt erklärt, wenn Volkswagen nicht zumindest Nummer zwei in Europa werden könne, wolle man das Lkw-Engagement beenden.

Scania ist bei Schwerlastern nach Daimler-Chryler und Volvo Nummer drei in der Welt und gilt dabei als profitabelster Nutzfahrzeughersteller. Volvo hält an Scania 45,5 % der Kapitalanteile, muss die Anteile nach einer Entscheidung der EU-Kartellbehörde aber bis Ende 2003 verkaufen.

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