Keine Aussagen zu Interventionen
Duisenberg: Euro-Talfahrt ist "Anlass zur Beunruhigung"

afp BRÜSSEL. Die Talfahrt des Euro gibt nach den Worten des Präsidenten der Europäischen Zentralbank (EZB), Wim Duisenberg, "Anlass zur Beunruhigung". Die derzeitige Entwicklung des Wechselkurses trage zum Druck auf die Verbraucherpreise bei, sagte Duisenberg heute vor dem Währungsausschuss des EU-Parlamentes in Brüssel. Die EZB werde aber weiterhin wachsam jedes Risiko für die Preisstabilität beobachten. Zu einer möglichen Intervention zugunsten des Euro wollte er sich nicht äußern. "Die entsprechenden Instrumente existieren", sagte der EZB-Chef nur. Solche Schritte werde er immer erst hinterher bekannt gegeben und nicht im Voraus. Kommissionspräsident Romano Prodi hatte in einem Interview mit dem "stern" eine solche Intervention gefordert.

Nach Ansicht von Duisenberg steht der Wert des Euro nicht in Übereinstimmung mit den Wirtschaftsdaten in der Euro-Zone. Die wirtschaftlichen Aussichten hätten sich entscheidend verbessert, sagte der EZB-Chef. Der Euro hatte heute am New Yorker Devisenmarkt erneut die Marke von 86 Cents unterschritten, sich im europäischen Handel aber auf niedrigem Niveau gehalten.

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